Vorwort
Liebe Leserinnen und Leser,
in diesem Jahr sind „WIR in Hamm“ als Diakonische Stiftung Wittekindshof nun schon seit 18 Jahren für Menschen mit Beeinträchtigungen aus der Region unterwegs. In den unterschiedlichen Stadtteilen und Sozialräumen der Stadt Hamm, aber auch im Kreis Warendorf und dort in und von Ahlen aus auch in den umliegenden Städten und Gemeinden.
Und wie es nun manchmal bei jungen Volljährigen so vorkommt, fühlen auch wir uns ganz erwachsen, den Kopf voll mit vielen Ideen und freuen uns über die Kraft und den Tatendrang. Das spiegelt sich nach meinem Eindruck auch in den Beiträgen dieses Heftes wider.
Genauso jedoch gibt es aber auch etliche Begrenzungen, wie im richtigen Leben. Es gibt manche Rückschläge und auf der anderen Seite den einen oder anderen Neuanfang, dort wo vorher vielleicht etwas nicht so gut geklappt hat. Auch dazu finden Sie Beispiele; so sind wir von Ahlen aus nun erneut mit Angeboten der Ambulanten Erziehungshilfen gestartet. In den letzten Jahren hatten wir uns dort eine Zeit lang auf die Arbeit in der ambulanten sozialen Teilhabe (Eingliederungshilfe) beschränkt.
Für meinen Geschmack darf im Rückblick auf das Jahr 2024 jedoch ein Projekt besonders erwähnt werden: „ICH bin Hamm(er)!“. Menschen mit v. a. kognitiven und psychischen Einschränkungen haben mit Mitarbeiter*innen des Vereins für Körper- und Mehrfachbehinderte (VKM) Hamm und der Diakonischen Stiftung Wittekindshof in einem Projekt zusammengearbeitet und setzen sich nun für mehr eigene politische Mitbestimmung in Hamm ein. Ein gelungenes praktisches Beispiel vom Zusammenwirken von Empowerment, Netzwerkarbeit, politischer Bildung und Arbeit im persönlichen Sozialraum. Lesen und sehen Sie selbst, was da passiert ist und wie es weitergehen soll.
Etwas Besonderes gibt es noch zum Schluss: Mit diesem Heft und dem Jahr 2024 enden nicht nur 18 Jahre Arbeit des Wittekindshofes in Hamm, sondern auch eine genauso lange Zeit unseres theologischen Vorstandes Herrn Pfarrer Prof. Dr. Dierk Starnitzke. Ende November hat er sich zwar leise, jedoch sehr eindrücklich und persönlich mit einem Besuch in der Tagesstruktur in der Ritterstraße 28, insbesondere von den Klientinnen und Klienten des Wittekindshofes in Hamm, verabschiedet. Weiterhin mit einem zweiten Besuch anlässlich eines Begegnungsabends im Kontakt- und Informationszentrum (KIZ) in der Ritterstraße, vornehmlich von Mitarbeitenden aus der Region Hamm und Kreis Warendorf.
Mit der Jahreslosung 2025 aus 1. Thess. 5,21 „Prüft alles und behaltet das Gute“ wünsche ich Ihnen und uns allen nun viel Kraft und Mut für die kommende Zeit und das Jahr 2025. Mut, Kraft und Beharrlichkeit, die persönlichen, gesellschaftlichen und politischen Dinge um uns herum zu prüfen und das Beste zu bewahren. Ihnen und Ihren Freunden und Familien wünsche ich viel Glück und Gottes Segen im neuen Jahr 2025 und freue mich auf persönliche Begegnungen im kommenden Jahr.