Stationäre Jugendhilfe in Hamm

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Der Wittekindshof bietet in Hamm verschiedene Wohnformen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die intensive Unterstützung benötigen. Das Wohnhaus Schumannstraße ist speziell auf die Bedürfnisse von Jugendlichen mit erhöhtem Förderbedarf ausgerichtet.

Hier finden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ab 14 Jahren ein Zuhause mit Perspektive, die aufgrund von Entwicklungsstörungen, herausforderndem Verhalten oder belastenden Erfahrungen intensive Betreuung benötigen.

Die Angebote des Wohnhauses Schumannstraße basieren auf den §§ 27 ff. SGB VIII (Hilfen zur Erziehung) sowie § 35a SGB VIII (Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche). Die Finanzierung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Jugendämtern.

Unsere Leistungen im Wohnhaus Schumannstraße

Das Wohnhaus Schumannstraße verfolgt das Ziel, Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen individuellen und kleinschrittigen Verselbständigungsprozess zu ermöglichen. Im Sinne des Teilhabegedankens werden sie in ihrem Autonomiebestreben ernst genommen und in ihrer sozial-emotionalen Entwicklung sowie Identitätsfindung unterstützt. 

Das Angebot schließt eine wichtige Lücke im stufenweise ausgerichteten Verselbständigungsprozess und umfasst: 

  • Intensivpädagogisches Gruppenwohnen: 6 Plätze (je 3 Personen pro Wohneinheit mit Bad)
  • Intensivpädagogisches Trainingswohnen: 4 Plätze (je 2 Personen in abgeschlossener Wohneinheit mit Küche und Bad)

Zu der Zielgruppe gehören Jugendliche und junge Erwachsene bei denen eine Lernbeeinträchtigung vorliegt oder die sich an der Grenze zur geistigen Beeinträchtigung befinden und erhöhten Bedarf an Betreuung, Beziehungsnähe und Kontinuität aufgrund einer erhöhten Vulnerabilität sowie herausfordernden Verhaltensweisen unterschiedlicher Art und Genese:

  • Symptome psychischer Störungen 
    • etwa Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), 
    • Störung des Sozialverhaltens, 
    • emotionale Störungen, 
    • Fetales Alkoholsyndrom (FAS)
    • Traumafolgestörungen
  • Invalidierendes, emotional vernachlässigendes, konflikthaftes oder problembelastetes Herkunftsmilieu, Gewalt- und Verlusterfahrungen
  • Entwicklungsstörungen, Teilleistungsstörungen, fehlende soziale und individuelle Ressourcen, Defizite in der Verarbeitung von Emotionen, eingeschränkte Konfliktbewältigungsstrategien, Unmittelbarkeit des Erlebens von Bedürfnissen  

Die Angebote sind nicht geeignet bei: 

  • Nahezu vollständiger Verweigerungshaltung 
  • Primärer Suchtproblematik
  • Permanenter, starker Selbst- und Fremdgefährdung 
  • Stark eingeschränkter Mobilität

Das Trainingswohnen richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene der oben genannten Zielgruppe, die zusätzlich folgende Voraussetzungen mitbringen: 

  • Motivation zur Verselbständigung und Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit 
  • Zustimmung zu Betreuungsvereinbarungen (Schlüssel, Hausordnung, Betreuungszeiten) 
  • Bereitschaft zur regelmäßigen Selbst- und Fremdevaluation 
  • Aktive Teilnahme an einer tagesstrukturierenden Maßnahme (Schule, Ausbildung, Werkstatt)

Ein multiprofessionelles Team aus Sozialpädagoginnen, Erzieherinnen und Fachkräften steht rund um die Uhr zur Verfügung. 

Mit einem Betreuungsschlüssel von 1:1,18 im Gruppenwohnen und 1:1,48 im Trainingswohnen gewährleisten wir eine individuelle Begleitung.