Weihnachts-Spenden-Aktion 2020

Bewegung sorgt für gute Laune

Adriano ist 17 Jahre alt und liebt "alles, was Reifen hat". Je schneller, desto besser! Unter dem Lenker seines Fahrrades prangt das Wappen eines Formel 1-Rennstalls: ein hochsteigendes Pferd auf goldenem Untergrund. Adriano hat das Bild selbst gemalt und es gegen Regenwetter laminiert. Stolz dreht er seine Runden auf „seiner Rennstrecke“ im Garten des Hauses an der Sulkshege, in dem 24 Kinder und Jugendliche mit Behinderung im Alter von acht bis 19 Jahren leben.

Sportlicher Ausgleich und Antrieb

Wenn das Wetter im Herbst schlechter wird, beginnt für viele Menschen die Zeit, in der sie sich in ihren Häusern und Wohnungen beschäftigen. Nicht aber Adriano: "Das Wetter ist mir egal – ich fahre Fahrrad!" Mit seinem mattschwarzen Radhelm, den silberne Reifenspuren zieren, düst er mit einem breiten Grinsen im Gesicht durch den Garten. Ein gepflasterter Weg um die hohe Eiche ist seine Rennstrecke. "Aus dem Weg, ich komme", ruft er, wenn er über die Hügel und durch die Kurven rast.

"Bewegung ist für unsere Kinder und Jugendlichen sehr wichtig", sagt Pascal Meyer. Er arbeitet als Bereichsleitung im Haus Sulkshege und kennt Adriano seit über 10 Jahren. Bewegung als sportlicher Ausgleich einerseits – andererseits aber auch als Antrieb für Selbstbestätigung und Selbstwirksamkeit. Die Kinder und Jugendlichen brauchen in ihrer Freizeit häufig Anregungen, was sie am Nachmittag im und um das Haus unternehmen können. „Wenn im Garten Spielgeräte bereitstehen, erleben wir es auch, dass die Kinder sich für ein paar Minuten komplett ins Spiel vertiefen – das ist selten“, betont Pascal Meyer. „Wir nennen das dann eine laute Ruhe.“ 

Teilen lernen – Achtsamkeit üben

Neue Geräte sind immer Grund zur Freude, bieten aber auch Anlass, auf unterschiedlichen Ebenen zu wachsen. "Wenn wir ein neues Spielzeug haben, möchten das natürlich alle Kinder und Jugendlichen sofort benutzen. Da ist es auch wichtig, Geduld zu üben und sich an Absprachen zu halten“, erklärt der Bereichsleiter. Die Beliebtheit der Geräte hat jedoch auch eine Schattenseite. Regelmäßig muss Ersatz für die Geräte angeschafft werden, da diese in ständigem Einsatz sind: Reifen von Kettcars sind abgefahren, Tretroller abgenutzt und Fahrräder müssen zur Inspektion. Zurzeit sind alle Kettcars und Roller defekt. "Das ist nicht schön", meint Adriano. "Ich will fahren."

Er ist einer der wenigen Kinder und Jugendlichen im Haus, die ein eigenes Fahrrad besitzen, und er hütet es wie einen Schatz. Es ist ihm wichtig, dass es sicher aufbewahrt ist, wenn er nicht dabei ist. Durch die Altersspanne im Haus ist es zudem wichtig, dass die Spielzeuge passend zu unterschiedlichen Größen und Altersstufen angeschafft werden. "Die Sitze der Kettcars müssen verstellbar sein, damit alle sie nutzen können", gibt Pascal Meyer zu bedenken.

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Eva-Maria Kern

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