Eine junge Frau, die im Rollstuhl sitzt und das Programmheft für eine Ausstellung festhält,, unterhält sich mit einer anderen Frau.
VEDD-Geschäftsführerin Heidi Albrecht im Gespräch mit Merle Naue vom Wittekindshofer Büro für Leichte Sprache. Naue hat die Texte der Ausstellung zusammen mit ihren Kollegen in Leichte Sprache übersetzt, um sie möglichst vielen Besuchern zugänglich zu machen.
Zwei Männer, Dierk Starnitzke und Ulf Schlüter, schneiden ein blaues Band durch, um eine Ausstellung zu eröffnen.
Der Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen, Ulf Schlüter (links im Bild), und der theologische Vorstand des Wittekindshofes, Prof. Dr. Dierk Starnitzke, zerschneiden das Band, um die Ausstellung zu eröffnen.
Drei Frauen betrachten aufgestellte Plakate in einer Ausstellung.
Gäste der Eröffnung: Katharina Haukambe (links) und Ricarda Budde erkunden die Ausstellung.

Überwindung der Ich-Bezogenheit

Wittekindshof zeigt inklusive Wanderausstellung zu Mitgefühl und Empathie. Nach der Eröffnung im Haus Morgenstern ist die nächste Station das Immanuel-Kant-Gymnasium

Bad Oeynhausen-Volmerdingsen (HP). Eine ungewöhnliche Ausstellung zu Gefühlen und Grundzügen des menschlichen Wesens ist beim Brüder- und Schwesterntag des Wittekindshofes in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen vorgestellt worden. „MitGefühl und EmPathie“ lautet ihr Titel. Zu sehen ist die inklusiv konzipierte Wanderausstellung ab Montag, 25. November, in der Aula des Immanuel-Kant-Gymnasiums. Sie wird dort bis zum Ende des Jahres verbleiben und anschließend weiterziehen.

Kernthemen: Mitgefühl, Achtsamkeit, Resonanz

Die Ausstellung, die von der Wittekindshofer Diakonenausbildung unter der Leitung von Pfarrer Michael Postzich und der Brüder- und Schwesternschaft in Zusammenarbeit mit Experten des Bünder Museums entwickelt wurde, setzt sich mit den Kernthemen Mitgefühl, Achtsamkeit und Resonanz, also der Gestaltung von Beziehungen, auseinander. Drei Aspekte, die von besonderer Bedeutung für die soziale und pflegerische Arbeit in der diakonischen Stiftung sind, weil sie zum einen auf christlichen Wurzeln verweisen, und zum anderen eng mit der heutigen Zeit verknüpft sind. Mitgefühl etwa kann nachgewiesenermaßen Stress reduzieren und gesund halten, doch diese Funktion geht häufig unter, weil der Begriff öffentlich vor allem im Zusammenhang mit der Aufnahme geflüchteter Menschen und

Der Ursprung allen hilfreichen Handelns

Als Schirmherr fungiert der Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen, Ulf Schlüter, der zur Eröffnung der Ausstellung betonte, dass die Selbstzentriertheit bei allen Menschen gleichstark ausgeprägt sei, so als gäbe es eine Art Standartprogramm. "Die Frage, die wir uns stellen müssen, lautet also: Haben wir den Mut, das zu ändern, und sind wir bereit, unsere Ich-Bezogenheit bewusst zu überwinden?" Die Ausstellung über Mitgefühl und Empathie verweise pointiert auf den Ursprung allen hilfreichen Handelns: den Impuls, hinzuschauen und mitzufühlen. Doch das erfordere Offenheit, Aufmerksamkeit, Disziplin und Empathie. Das griff auch die Geschäftsführerin des Verbandes Evangelischer Diakone und Diakonsgemeinschaften in Deutschland (VEDD), Heidi Albrecht auf, die die Ausstellung als "wichtigen Wegweiser für gelingende diakonische Arbeit der Kirche in der Welt" bezeichnete.

Übersetzung in Leichte Sprache

Um die Inhalte von "MitGefühl und EmPathie" möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, hat das Wittekindshofer Büro für Leichte Sprache viele Texte übersetzt und zusätzliche Barrieren abgeschafft. Mit dem sogenannten Tiptoi etwa, einem intelligenten Stift, können Besucher Ausstellungsstücke antippen, um sich die jeweiligen Texte laut vorlesen zu lassen.

Im kommenden Jahr wird die Wanderausstellung zunächst zum Wittekindshof zurückkehren, ist dort für die Öffentlichkeit zugänglich und steht anschließend zum Verleih bereit. Koordiniert wird der Verleih von Sandra Pollex, Tel.: (05734) 61-24 67, freiwilligenzentraleDYXV KEJIwittekindshofCZYW LFKJde. Alle Infos zur Ausstellung finden sich unter www.mitgefühlundempathie.de.