Ein Schweißer verbindet zwei Metallteile. Die Funken sprühen.
Die Funken sprühen: Sven Diener schweißt Metallstreben zusammen. „Ich möchte irgendwann einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt. Viel Geld verdienen, ein Auto haben und eine eigene Wohnung“, berichtet er von seinen Zukunftsplänen. Der Schweißerschein ist ein wichtiger Schritt dafür.
Ein junger Mann betrachtet eine Metallverbindung und prüft, ob die Schweißnaht korrekt ist. Er trägt eine Schutzmaske, die hochgeklappt ist.
Dirk Ratzlaff begutachtet die Schweißnähte an einem Verbindungsstück. Er ist einer von vier Beschäftigten der Betriebsstätte MeHoTec, der seinen Schweißerschein gemacht hat.
Ein Schweißer verbindet zwei Metallteile, das Licht ist weiß-bläulich.
Die Funken sprühen: Sven Diener schweißt Metallstreben zusammen. „Ich möchte irgendwann einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt. Viel Geld verdienen, ein Auto haben und eine eigene Wohnung“, berichtet er von seinen Zukunftsplänen. Der Schweißerschein ist ein wichtiger Schritt dafür.
Ein Schweißer korrigiert eine Schweißnaht mit Metallstab und Löhtkolben.
Dirk Ratzlaff korrigiert Schweißnähte an einem Verbindungsstück. Er ist einer von vier Beschäftigten der Betriebsstätte MeHoTec, der seinen Schweißerschein gemacht hat.

Schweißerscheine ermöglichen Maßarbeit

Wittekindshofer Betriebsstätte MeHoTec setzt auf Qualifikation der Beschäftigten

Bad Oeynhausen-Werste (JP). Die Funken sprühen, das Metall glüht: Sven Diener schweißt zwei Metallstreben für eine Fassablage zusammen. Maßgefertigt nach den Bedarfen des Kunden. Diener ist einer von vier Beschäftigten der Wittekindshofer Betriebsstätte MeHoTec (Metall, Holz, Technik), der seinen Schweißerschein neu erlangt oder aufgefrischt hat.

"Der Schweißerschein ist eine wichtige Qualifikation für die Beschäftigten. Er ist ein weiterer Schritt in Richtung des allgemeinen Arbeitsmarktes und ermöglicht es uns, wichtige und vielseitige Aufträge anzunehmen und entsprechend professionell zu bearbeiten", betont Viktor Enns, Bereichsleiter in der Metall- und Kunststoffverarbeitung bei MeHoTec, der ehemaligen Betriebsstätte Dornenbreite der Wittekindshofer Werkstätten. 56 Menschen mit Behinderung sind derzeit bei MeHoTec im Industriegebiet Werste beschäftigt. "Aber auch ein Kollege ohne Werkstattvertrag hat seinen Schweißerschein aufgefrischt", sagt Enns. Dies sei alle zwei Jahre erforderlich und diene der Qualitätssicherung. "Wir müssen nachhalten können, wer welches Teil geschweißt hat. Kunden fordern einen zertifizierten Ablauf und unterziehen unsere Schweißarbeiten regelmäßigen Prüfungen. Schließlich sind wir Zulieferer für große Unternehmen der Region etwa aus dem Bauwesen und der Gefahrstofflagerung", führt der Bereichsleiter aus.

Arbeit erfüllt mit Stolz

Die Qualifizierung und Weiterbildung der Beschäftigten spielt bei MeHoTec, die verlässlicher Partner für die Bearbeitung von Holz, Metall sowie Kunststoff ist, eine enorm wichtige Rolle: "Werkstätten leisten Arbeits- und Berufsförderung und ermöglichen Teilhabe am Arbeitsleben. Wir verrichten Arbeiten für große Unternehmen, Baumärkte und die Küchenindustrie. Mit moderner Ausstattung, wie etwa einer Fünf-Achs-CNC-Fräsmaschine, die die Bearbeitung sehr komplexer Teile ermöglicht, diversen weiteren CNC-Fräsen, Maschinen zur Blechbearbeitung, Schweißautomaten und -roboter sowie der zusätzlichen Kompetenz der gut ausgebildeten Beschäftigten, können wir individuell angepasste Serienproduktionen fertigen und den Menschen abwechslungsreiche und vor allem sinnvolle Arbeit bieten", erklärt der Bereichsleiter. "Das Gefühl, etwas zu produzieren, eine Arbeit zu verrichten, die Unternehmen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vielleicht nicht selbst leisten können, ist erfüllend und fördert das Selbstwertgefühl." Am Ende des Tages sagen zu können, "Ich habe dieses Regal produziert", erfülle viele Beschäftigte mit Stolz.

Ziel ist der allgemeine Arbeitsmarkt

Sven Diener fertigt derweil ein solches Regal, besser gesagt eine Ablage für ein Gefahrengut-Fass. Da muss jede Schweißnaht sitzen. Doch er ist Profi. Hat viele Jahre Schweißerfahrung. Die erneute Schweißerprüfung fiel ihm leicht: "Die Weiterbildung dauerte eine Woche. Dann gab es eine schriftliche Prüfung und ich musste ein Prüfungsstück abgeben", führt der junge Mann aus, der in einer Wohngemeinschaft lebt. "Ich möchte irgendwann einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt. Viel Geld verdienen, ein Auto haben und eine eigene Wohnung", berichtet er von seinen Zukunftsplänen.