Eine Frau sitzt an einem Tisch und unterzeichnet einen Vertrag. Auf der anderen Seite sitzt ein Mann und unterzeichnet auch einen Vertrag.
Matthias Jacobstroer, Wittekindshofer Geschäftsbereichsleiter in Herne, unterzeichnet den Ausbildungspakt mit der Mont-Cenis-Gesamtschule. Selbiges macht Schulleiterin Sylke Reimann-Pérez.

"Verantwortung für Herne übernehmen"

Wittekindshof unterzeichnet Ausbildungspakt mit Mont-Cenis-Gesamtschule

Herne-Sodingen (JP). "Wir wollen Verantwortung für Herne - auch abseits der Eingliederungshilfe - übernehmen, für unsere Stadt einstehen und Jugendlichen die sozialen Berufe näher bringen. Darum haben wir gerne den Ausbildungspakt mit der Mont-Cenis-Gesamtschule (MCG) unterschrieben", sagt Matthias Jacobstroer, zuständiger Geschäftsbereichsleiter der Diakonischen Stiftung Wittekindshof. Ziel des Pakts ist es, angehende Auszubildende und potenzielle Arbeitgeber frühzeitig zusammenzubringen, die Ausbildungsqualität zu erhöhen und Ausbildungsabbrüche zu vermeiden.

Passgenauer Übergang von Schule und Beruf

"Wir freuen uns, mit der Diakonischen Stiftung Wittekindshof unseren zwölften Partner für den Ausbildungspakt gewonnen zu haben", sagt Sylke Reimann-Pérez, Schulleiterin der Mont-Cenis-Gesamtschule. Jugendliche wüssten am Ende der zehnten Klasse häufig nicht, was sie beruflich machen wollen. Der Ausbildungspakt bereite sie bereits zur Schulzeit gezielt und passgenau auf den Übergang in eine duale Ausbildung vor. "Schülerinnen und Schüler erhalten Einblicke in Berufsfelder und betriebliche Abläufe, so können sie reflektiert entscheiden, welcher Beruf etwas für sie ist oder nicht", so Reimann-Pérez.

Die teilnehmenden Schüler, die Gesamtschule und das jeweilige Unternehmen gehen mit Unterzeichnen des Ausbildungspakts individuelle Verpflichtungen ein, die sicherstellen sollen, dass es am Ende zu einem Ausbildungsvertrag und einem erfolgreichen Abschluss kommt.

Fachkräftemangel entgegenwirken

"Auch bei den sozialen Berufen wie den Heilerziehungspflegern, Erziehern, Sozialassistenten ist ein Fachkräftemangel deutlich spürbar. Nicht immer können alle ausgeschriebenen Stellen sofort besetzt werden. Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dem entgegenzuwirken, neue Fachkräfte ausbilden und zudem motivierten Schülern eine sichere Zukunftsperspektive geben", betont Jacobstroer. In der Eingliederungshilfe böten sich unterschiedlichste Möglichkeiten, beruflich Fuß zu fassen und auch die Karriereleiter heraufzuklettern. "Es gibt diverse Weiterbildungen, Aufbaubildungsgänge und auch Studienmöglichkeiten" erläutert der Wittekindshofer Geschäftsbereichsleiter.