Dierk Starnitzke steckt Jutta Thier-Mechelhoff das Goldene Kronenkreuz an.
Pfarrer Prof. Dr. Dierk Starnitzke, Theologischer Vorstand der Diakonischen Stiftung Wittekindshof, steckt der scheidenden Leiterin der Johannesschule Gronau, Jutta Thier-Mechelhoff, das Goldene Kronenkreuz an.
Dr. Starnitzke ließt Jutta Thier-Mechelhoff aus der Urkunde zum Goldenen Kronenkreuz vor.
Pfarrer Prof. Dr. Dierk Starnitzke, Theologischer Vorstand der Diakonischen Stiftung Wittekindshof, liest der scheidenden Leiterin der Johannesschule Gronau, Jutta Thier-Mechelhoff, die Urkunde zur Verleihung des Goldenen Kronenkreuzes vor.
Jutta Thier-Mechelhoff überreicht ihrem Nachfolger Jörg Hunschede den symbolischen Staffelstab.
Leitungswechsel: Jutta Thier-Mechelhoff, scheidende Leiterin der Johannesschule Gronau, überreicht ihrem Nachfolger Jörg Hunschede symbolisch den Staffelstab.

"Ich würde es wieder tun, genauso"

Jutta Thier-Mechelhoff mit Goldenem Kronenkreuz in den Ruhestand verabschiedet

Gronau (JP). Gut 37 Jahre ist es her, dass Jutta Thier-Mechelhoff ein Jobangebot von Pastor Erich Elzner, dem damaligen Vorstand der Diakonischen Stiftung Wittekindshof, ereilte. Ob sich die junge Lehrerin aus Münster vorstellen könne, als Pädagogin an der Johannesschule in Gronau zu arbeiten. Sie konnte sich es vorstellen und trat am 2. November 1982 ihren Dienst beim Wittekindshof an, wurde im November 1991 Konrektorin und 2002 Sonderschulrektorin. Nun wurde die langjährige Schulleiterin in den Ruhestand verabschiedet. Für ihren besonderen Einsatz für die Belange von Menschen mit Behinderung wurde ihr zudem von Pfarrer Prof. Dr. Dierk Starnitzke, dem theologischen Vorstand der Stiftung, im Namen des Präsidenten der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, das Goldene Kronenkreuz verliehen.

Johannesschule deutliche geprägt

Als katholische Leiterin einer evangelischen Förderschule habe sie als Netzwerkerin fungiert, auch im Austausch mit anderen Förder- und Regelschulen. "Ihnen war die Nähe zu den Schülerinnen und Schülern immer besonders wichtig, insbesondere die Belange von Kindern und Jugendlichen mit komplexen Mehrfachbehinderungen haben Ihnen am Herzen gelegen", sagte Starnitzke. Dies betonte auch Reiner Breder, zuständiger Wittekindshofer Ressortleiter für die Angebote im Kreis Borken: "Du heißt gezeigt, dass Förderschulpädagogik keine Kuschelpädagogik ist. Du hast die Kinder und Jugendlichen in einem entscheidenden Lebensabschnitt intensiv begleitet und der Johannesschule eine deutliche Prägung gegeben. Loyal und aktiv hast du den Standort in Gronau mitentwickelt. Den Neubau der Johannesschule, für den du dich so eingesetzt und an dem du mitgearbeitet hast, wirst du nun leider nicht mehr in deiner aktiven Dienstzeit miterleben. Aber du bist immer herzlich Willkommen."

Das Wohl eines jeden Schülers im Blick

Dass die scheidende Schulleiterin ihre Spuren hinterlassen wird, wurde auch im Abschiedslied des Kollegiums deutlich: "Wir danken dir. Du wirst schon jetzt vermisst", sagen Lehrerinnen und Lehrer der Johannesschule. Jörg Hunschede, bis dato stellvertretender Schulleiter und nun Schulleiter, betonte die gute Zusammenarbeit mit seiner Vorgesetzen, die stets ein offenes Ohr und eine offene Tür für die Anliegen der Kolleginnen und Kollegen hatte. Viel mehr noch habe sie das Wohl jedes einzelnen Schülers im Blick gehabt. "Du kennst jeden Schüler und jede Schülerin. Du warst immer ganz nah dran, jeder hat deine Aufmerksamkeit bekommen." Als Abschiedsgeschenk überreicht er Thier-Mechelhoff eine kleine Truhe für Geldgeschenke. Denn die Rektorin hatte sich gewünscht, dass Gäste für die Arbeit des Fördervereins der Johannesschule spenden, anstatt Geschenke mitzubringen.

"Du wirst es besser machen"

"37 Jahre sind eine lange Zeit, die aber niemals langweilig war. Ich würde es wieder tun, genauso", sagte Jutta Thier-Mechelhoff in ihrer Abschiedsrede. 1982, als sie an der Johannesschule anfing, seien dort circa 70 Schülerinnen und Schüler unterrichtet worden. "Jetzt sind es seit geraumer Zeit zwischen 190 und 200. Für alle lag uns immer die bestmögliche Förderung am Herzen. Danke an mein Kollegium für das unbändige Vertrauen in die gemeinsame Kraft. Wenn man gemeinsam geht, entsteht immer ein Weg", hob sie die Zusammenarbeit hervor. An ihren Nachfolger Jörg Hunschede richtete sie folgende Worte: "Du wirst es gut machen. Du wirst es besser machen."