Eine Gruppe Menschen vor dem Wittekindshofer Wohnhaus an der Vöhde.
Auf ein gutes Miteinander (von links): Ressortleiter André Weber, Bürgermeister Manfred Lindemann, Geschäftsbereichsleiter Stefan Teschlade, Paul Hempel vom Bewohnerbeirat, Pfarrer Michael Schmidt, Bezirksvorsteherin Brigitte Sosna, Landtagsabgeordneter Marc Herter und Vorstandssprecher Pfarrer Prof. Dr. Dierk Starnitzke.
Ein junger Mann des Bewohnerbeirats an der Vöhde liest einen Text von einem Blatt ab, das ihm Geschäftsbereichsleiter Stefan Teschlade hinhält.
Paul Hempel (links) vom Bewohnerbeirat begrüßt gemeinsam mit Geschäftsbereichsleiter Stefan Teschlade die Gäste bei der Einweihungsfeier des Wittekindshofer Wohnhauses an der Vöhde.

"Fester Bestandteil des Bezirks"

Einweihungsfeier des Wittekindshofer Wohnhauses an der Vöhde in Rhynern

Hamm-Rhynern (JP). "Das Gebot der Nächstenliebe ist unsere Grundlage, in die Städte und Gemeinden hineinzugehen und neue Angebote für Menschen mit Behinderung aufzubauen", sagte Pfarrer Professor Dr. Dierk Starnitzke, Vorstandssprecher der Diakonischen Stiftung Wittekindshof bei der feierlichen Einweihung des neuen Wohnhauses an der Vöhde in Hamm-Rhynern.

Es ginge nicht darum, jeden Mitmenschen sympathisch zu finden. "Aber es bedeutet, sich gegenseitig zu respektieren, sich nicht zu verletzten, zugewandt, friedlich und freundlich mit einander umzugehen. Nehmen Sie die Frauen und Männer aus dem Wohnhaus Vöhde in Ihrer Mitte auf, gehen Sie aktiv auf die Menschen zu und zeigen Sie Offenheit im Quartier", appellierte Pfarrer Dr. Starnitzke in seiner Andacht an die anwesenden Hausbewohner, Freunde, Unterstützer, Nachbarn, Mitglieder der Gemeinde und Personen aus Politik und Verwaltung.

Gemeinde ein Stück bereichert

Pfarrer Michael Schmidt von der evangelischen Emmaus-Gemeinde betonte, dass das neue Wohnangebot des Wittekindshofs bereits akzeptiert sei: "Sie haben unsere Gemeinde ein Stück reicher gemacht." Auch Rhynerns Bezirksvorsteherin Brigitte Sosna war dieser Meinung: "Sie haben ein Angebot geschaffen, das unseren Stadtteil bereichert und mittlerweile fester Bestandteil des Stadtbezirks ist. Wichtig dafür ist, alle Menschen aktiv mit in das Leben des Bezirks einzubeziehen."

Bis zur Eröffnung des Wohnhauses ist einige Zeit vergangen. "2013 haben wir mit den Planungen angefangen", erinnerte André Weber, der als Ressortleitung die Wittekindshofer Angebote im Ruhrgebiet verantwortet. "Die Grundsteinlegung war im April 2017, vor einem Jahr der Tag der offenen Tür und heute ist endlich die feierliche Einweihung." Weber bedankte sich ebenso wie alle Verantwortlichen bei der guten Zusammenarbeit mit der Stadt und allen Verantwortlichen. Als Geschenk für die Hausgemeinschaft hatte Weber einen großen Grill mitgebracht, passende Utensilien wie Grillzange und Spieße überreichte er an Paul Hempel vom Bewohnerbeirat, der gemeinsam mit Geschäftsbereichsleiter Stefan Teschlade auch die Gäste begrüßt hatte.

Erstes Wohnhaus für Erwachsene in Hamm

Etwa 80 Menschen waren zur Einweihung gekommen, die von der Musikgruppe "Yonomami", was so viel wie "Mensch" beutet, begleitet wurde. Im Anschluss an den offiziellen Teil konnten die Gäste mit den neuen Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses Vöhde sowie Verantwortlichen der Stiftung bei Snacks und Getränken ins Gespräch kommen und sich das Haus anschauen.

Der Neubau in Rhynern ist das erste Wittekindshofer Wohnhaus in Hamm für Erwachsene. Es ist ein Wohnangebot vor allem für Frauen und Männer mit hohem Unterstützungsbedarf. Möglich ist auch Heilpädagogische Intensivbetreuung für Menschen mit stark herausforderndem Verhalten. Zusätzlich zu den vier Wohneinheiten mit jeweils sechs Einzelzimmern und gemeinschaftlichen Wohn-Essräumen und Küche sind im Neubau Räume für Tagesstrukturierende Angebote (TSA) entstanden. Die TSA können auch Menschen mit Behinderung aus Hamm und Umgebung besuchen, die nicht in einer Werkstatt arbeiten oder bereits das Rentenalter erreicht haben.