Eine Gruppe aus Fans und Handballprofis hat sich für ein Gruppenfoto vors Haus gestellt.
"Wir alle lieben Handball", unter dem Banner mit der großen Aufschrift haben sich Handball-Fans und Spieler für ein gemeinsames Bild positioniert.
Drei Männer klatschen mit den Handball-Profis des TuS N-Lübbecke ab.
Die Wittekindshofer Fans Dirk Fry (von links), Ingo Tebbe und Claus Meyer klatschen zur Begrüßung mit den Profis des TuS N-Lübbecke ab.
Der Vorsitzendes des Fanclubs Red Devils zeigt ein Schild mit der Zahl 20.
20 Jahre Sommertreffen mit dem TuS: Sven Schlingheide, Vorsitzender des Fanclubs Red Devils, hat zu diesem feierlichen Anlass ein Schild mitgebracht, auf dem jeder unterzeichnen kann, der dabei ist.
Zwei Männer zeigen eine Fahne mit Unterschriften der TuS-Spieler.
Stolz präsentieren Ingo Tebbe (links) und Dirk Fry eine Fahne des TuS N-Lübbecke auf der die Spieler und Trainer unterschrieben haben.

"Der Torwart kann nicht halten"

Fanclub Red Devils und Wittekindshofer Fans begrüßen TuS N-Lübbecke zum Sommergrillen

Espelkamp (JP). Die Spannung stieg merklich in den Minuten vor der Ankunft: Doch als die Spieler des TuS N-Lübbecke um die Ecke in den Garten des Wittekindshofer Wohnhauses am Glatzer Garten biegen, ist der Jubel groß. Das Warten hat ein Ende, jetzt kann die inklusive Party steigen: Handball-Fans mit und ohne Behinderung feiern ihre Mannschaft und verbringen einen lustigen Sommerabend miteinander, bei dem am Ende festgestellt wird: "Der Torwart kann ich nicht halten."

"Eine Verbindung, die einmalig ist"

20 Jahre ist es her, dass das erste Treffen zwischen Menschen mit Behinderung, die von der Diakonischen Stiftung Wittekindshof unterstützt werden, und den Spielern des TuS N-Lübbecke stattgefunden hat. Damals noch am Johann-Hinrich-Wichernhaus in Espelkamp-Benkhausen. Von dort aus zog die Veranstaltung nach Rahden. Da mittlerweile viele Wittekindshofer Fans in Espelkamp leben, wird seit 2019 wieder in Espelkamp gefeiert. Seit vielen Jahren mit dabei sind auch die Mitglieder des Fanclubs Red Devils. In diesem Jahr haben sich die Mitglieder rund um Vorsitzenden Sven Schlingheide sogar dazu entschieden, auf das Vereinsfest mit den Handballprofis zu verzichten und ein gemeinsames Fest am Glatzer Garten zu organisieren. "Die Liebe zum Handball bringt alle Menschen zusammen - mit und ohne Behinderung. Die Klienten des Wittekindshofs sind ein wichtiger und aktiver Teil der Fangemeinde. Das ist eine ganz besondere Verbindung, die wohl so einmalig in Handball-Deutschland ist", sagte Schlingheide, der gemeinsam mit Andrea Beringer, Wittekindshofer Bereichsleitung am Glatzer Garten, die Gäste begrüßte: "Wir freuen uns sehr, euch wieder alle zu diesem Treffen willkommen zu heißen - und das zum 20. Mal."

20 Fanschals vom Geschäftsführer

"Das hier ist eine bewegende Tradition des Zusammenhalts. Wir kommen immer gerne zu euch. 20 Jahre, das ist schon lange. So alt sind manche unserer Spieler nicht einmal", scherzte TuS-Geschäftsführer Torsten Appel, Geschäftsführer des TuS, und bedankte sich, dass der Verein jedes Jahr mit offenen Armen empfangen werde. "Einem Mann wollen wir besonders für sein Engagement danken: Thomas Dullweber", sagte Appel. Diakon Dullweber hat die Freundschaft zwischen dem Handballverein, dem Fanclub und Menschen mit Behinderung besonders gefördert und sich ehrenamtlich dafür eingesetzt. Als Geschenk überreichte Appel ihm 20 Fanschals, die Dullweber gerecht unter den Fans verteilen solle. Die Fans jubelten und klatschten sich vor Freude untereinander ab.

Torwart muss sich beweisen

Nachdem sich alle am Grillbüffet gestärkt und sich am Eiswagen einen kühlen Nachtisch geholt hatten, ging es um die kommende Saison in der zweiten Handball-Bundesliga, die Gegner aber auch um gemeinsam erlebte Momente und Erinnerungen. Zuletzt durfte ein Praxistest für die Torwarte nicht fehlen. Auf der freien Rasenfläche wurde spontan aufs Tor geworfen. Auch Isabel Domke griff zum Ball und zielte aufs Tor. Keeper Johannes Jepsen war sichtlich bemüht, verfehlte den Ball auch nur um Millimeter und der Treffer zählte. "Der Torwart kann nicht halten", jubelte Isabel Domke zufrieden und die Menge im Garten grölte mit ihr vor Freude und klatschte.