Eine Gruppe von Menschen steht um einen großen, buntbemalten Blumenkasten herum.

Optimale Vorbereitung auf den Beruf

Martin-C.-Schröder-Stiftung fördert Gartengruppe der Schule Wittekindshof

Bad Oeynhausen-Volmerdingsen (JP). „Wo bekomme ich denn so praktische Arbeitskleidung her?“, fragt Hans-Dieter Brüggemann beim Besuch der Gartengruppe der Schule Wittekindshof neugierig. „Na, im Fachhandel“, sagt Antonio stolz. Er gehört zur Gartengruppe, die sich ausgestattet mit Schutzschuhen, Arbeitshose und passender Jacke sowie den notwendigen Gerätschaften um das Außengelände der Förderschule am Hang des Wiehengebirges kümmert. Dass die Schülerinnen und Schüler ihrer Arbeit mit entsprechender Ausrüstung nachgehen können, verdanken sie der Martin-C.-Schröder-Stiftung.

Unterstützer seit vielen Jahren

Seit vielen Jahren unterstützt die Stiftung die Arbeit der Schule Wittekindshof: Freizeiten und Tagesausflüge, dringend benötigte, aber nicht refinanzierte Reittherapien, das Klassenhunde-Projekt und auch die Gartengruppe. Sechs bis acht junge Erwachsene kümmern sich in der Gruppe um die Pflege der Beete, das Aussäen von Blühstreifen für Bienen, das anfallende Laub auf den Schulhof und die Anzucht von kleinen Pflanzen. Die praktischen Tätigkeiten werden unterrichtlich aufgearbeitet, Arbeitsschutz und -sicherheit stehen auch auf dem Lehrplan.

Eigene Stärken entdecken

„Die Gartengruppe ist ein Angebot in der Berufspraxisstufe, die unsere ältesten Schülerinnen und Schüler besuchen. Es ist die schulische Abschlussphase, in der wir den jungen Männer und Frauen berufliche Orientierung bieten und sie qualifizieren. Sie sollen erfahren, welche Stärken sie haben und was sie gerne machen“, erklärt Schulleiter Andreas Becker-Brandt. Die nachschulischen Ausbildungs-, Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten seien vielzählig und differenziert. Daher werde jeder Schüler und jede Schülerin nach ihren Interessen und Fähigkeiten individuell gefördert. Ziel sei es, sie darauf vorzubereiten, in größtmöglicher Selbstständigkeit am Erwachsenenleben teilzunehmen und einer Arbeit nachzugehen. „Zum Erwachsensein gehört auch, unbequeme Anforderungen auszuhalten, am Ball zu bleiben und zu Ende zu bringen. Bei Nieselregen den Garten zu machen und Unkraut zu zupfen, macht keinen Spaß. Aber es ist der Job“, führt Becker-Brandt aus.

Nächstes Ziel: Ein eigenes Gewächshaus

Derzeit ist die Gruppe um Lehrerin Bärbel Bangert-Lilienkamp, die einmal in der Woche für mehrere Stunden zusammenkommt, damit beschäftigt, den Schulhof von den Unmengen an Laub zu befreien. In einem kleinen Raum zieht sie zu Übungszwecken zudem Setzlinge, etwa von der Goethe-Pflanze . Der große Wunsch: „Wir hätten gerne ein eigenen Gewächshaus“, sagt Felicitas. Dann könnten sie und ihre Mitschüler Tomaten und Gurken ziehen. „Diese Art von Berufsvorbereitung ist eine gute Sache, die wir von der Martin-C.-Schröder-Stiftung gerne unterstützen. Die Förderung junger Menschen und ihrer Interessen ist enorm wichtig. So können sie einen geeigneten Weg für sich finden. Und wenn ich sehe, was hier für tolle Arbeit geleistet wird, bin ich stolz, dass wir unseren Beitrag dazu geleistet haben“, sagt der Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer der Martin-C.-Schröder-Stiftung, Hans-Dieter Brüggemann, ehemaliger Rektor der Schule am Weserbogen, der von seinem Stiftungskollegen Lothar Kottmeier begleitet wird. Als Dank für die finanzielle Unterstützung überreichen die Schüler ihnen einen kleinen Blumentopf mit einem der Setzlinge. „Die halten Sonne und Schatten aus. Viel Wasser brauchen sie auch nicht“, erklärt Antonio bei der Übergabe.