Sechs Männer stehen nebeneinander in einem Festzelt und blicken in die Kamera.
Der Wittekindshofer Ressortleiter Diakon Uwe Thünemann (links), Leiter der Region Mitte Diakon André Weber (Zweiter von links) sowie der kaufmännische Vorstand Marco Mohrmann (Zweiter von rechts) und der theologische Vorstand Prof. Dr. Dierk Starnitzke (rechts) verabschieden Geschäftsbereichsleiter Diakon Hartmut Wloka und begrüßen seinen Nachfolger Stefan Teschlade (Dritter von rechts).
Zwei Männer überreichen einem Dritten das Goldene Kronenkreuz.
Der theologische Vorstand der Diakonischen Stiftung Wittekindshof, Pfarrer Prof. Dr. Dierk Starnitzke (links) verleiht mit dem Wittekindshofer Ressortleiter Diakon Uwe Thünemann (Mitte) das Goldene Kronenkreuz an Diakon Hartmut Wloka.

Mit goldenem Kronenkreuz in den Ruhestand

Leitungswechsel beim Wittekindshof in Hamm: Stefan Teschlade folgt auf Hartmut Wloka

Hamm (JP). Mehr als 41 Jahre war Diakon Hartmut Wloka für die Diakonische Stiftung Wittekindshof tätig: Nun ist er feierlich mit einer ganz besonderen Auszeichnung in den Ruhestand verabschiedet worden. Wloka erhielt das Goldene Kronenkreuz, die Auszeichnung des bundesweiten Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung. Stefan Teschlade wurde als sein Nachfolger offiziell begrüßt.

Brücken gebaut zwischen OWL und dem Ruhrgebiet

Pfarrer Prof. Dr. Dierk Starnitzke, theologischer Vorstand der Diakonischen Stiftung Wittekindshof, überreichte gemeinsam mit Diakon Uwe Thünemann, Ressortleiter für die Wittekindshofer Wohnangebote, Wloka das Goldene Kronenkreuz: "Im April 1978 kamen Sie zum Wittekindshof, 1979 begannen Sie mit der Diakonenausbildung und 1984 wurden Sie eingesegnet. Danach haben Sie treu gedient mit den Gaben, die Ihnen Gott gegeben hat, mit der ständigen Bereitschaft weiter zu lernen." Wloka erlernte zudem den Beruf des Erziehers und durchlief zahlreiche Stationen im Wittekindshof. Unter anderem hatte er von 1990 bis 1999 die Leitung des Hauses Weserland auf dem Gründungsgelände in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen inne. Anschließend war er, wie es damals hieß, Hausvater des Hauses Bethanien, bis er 2011 als Geschäftsbereichsleitung nach Hamm wechselte: "Sie haben Brücken gebaut zwischen Ostwestfalen und dem Ruhrgebiet und die Tradition des Wittekindshofes hierher gebracht. Dank Ihrer offenen, kommunikativen und zugewandten Art ist die Stiftung in Hamm fest verankert und akzeptiert. Ihre Arbeit haben Sie als diakonischen Dienst am Menschen verstanden und ich bin mir sicher, dass Sie diese Haltung auch im Ruhestand nicht ablegen werden", fand Starnitzke lobende Worte.

Abschieds- und Begrüßungskoffer

Diesen schlossen sich auch Diakon Thünemann und André Weber, Leiter der Region Mitte mit Hamm, Herne, Oberhausen und dem Kreis Warendorf, sowie zahlreiche Kolleginnen und Kollegen und Weggefährten an. Gemeinsam packten Sie Hartmut Wloka einen Abschiedskoffer mit lauter guten Dingen für den Ruhestand und Stefan Teschlade einen Willkommenskoffer mit nützlichen Dingen zum Start und zur Entspannung.

Mit Perthes-Stiftung die Lege gegründet

Thünemann verwies in seinen Dankensworten an Wloka auf die Verbindung zur Evangelischen Perthes-Stiftung, mit der der Wittekindshof die Lebensräume gestalten gGmbH (Lege) betreibt, um Versorgungslücken bei Wohnangeboten für Menschen mit Behinderung im Kreis Unna zu schließen. Und bei der Wloka gemeinsam mit Christoph Mertens von der Perthes-Stiftung die Geschäftsführung gebildet hat.

Stefan Teschlade übernimmt

Die Aufgaben von Hartmut Wloka als Geschäftsbereichsleitung in Hamm übernimmt nun Stefan Teschlade. Der 35-Jährige hat seine Tätigkeit im Wittekindshof bereits zum 1. April aufgenommen und wurde seitdem systematisch eingearbeitet, um einen reibungslosen Übergang zu garantieren. Er hat Geografie, Soziologie und Soziale Inklusion in Bochum studiert und war bereits während seines Studiums bei der Lebenshilfe tätig, unter anderem im Gruppendienst und dem Familienunterstützendem Dienst. Später arbeitete er für das Sozialwerk St. Georg, zunächst als Betreuungskraft, als Projektleitung und zum Schluss als Regionalleitung für stationäre und ambulante Angebote in Gelsenkirchen. Er bedankte sich für die wertschätzende Aufnahme in der Stiftung: "Hier wird der Satz 'Liebe gibt Kraft' aus dem Leitbild gelebt. Das habe ich spüren dürfen. Hartmut Wloka hat große Fußspuren hinterlassen. In diese kann und möchte ich nicht treten. Ich werde mich mit meinen Kolleginnen und Kollegen auf meinen Weg begeben, mit der Sicherheit zu wissen, dass ich Hartmut Wlokas Spuren folgen kann, wenn ich mich mal nicht weiß, wo es lang geht."

"Glück beim Wittekindshof gefunden"

"Mir ist es gelungen, beim Wittekindshof Glück zu finden und viele Menschen mit positiven Persönlichkeiten kennenzulernen. Mir wurde Vertrauen geschenkt, ich habe Anerkennung erfahren, durfte Fehler machen und zu ihnen stehen und bekam Unterstützung, als ich mich mal verlaufen habe. Dich, Stefan, in meiner Nachfolge zu sehen, macht mir ein gutes Gefühl. Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass auch Du mal sagen kannst, der Wittekindshof hat mir Glück gebracht", sagte Wloka zum Abschied und verlas das Gedicht "Stufen" von Hermann Hesse mit den berühmten Worten: "Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben."

Infokasten

Diakonische Stiftung Wittekindshof in Hamm Über 100 Kinder, Jugendliche und Erwachsene vom Säuglings- bis ins Seniorenalter nutzen die Angebote des Wittekindshofes in Hamm und im Kreis Warendorf. Die einen leben bei ihren Eltern oder in der eigenen Wohnung und werden durch das Team der Sozialpädagogischen Familienhilfe und des Ambulant Unterstützen Wohnens begleitet, die anderen wohnen in den Wittekindshofer Wohnhäusern Sulksheege (Heesen), Schleswigstraße und Schumannstraße (Mitte) oder Vöhde (Rhynern) oder nutzen das Betreute Wohnen in Familien.