Der neue Älteste der Diakonischen Brüder- und Schwesternschaft Wittekindshof, Diakon Achim Steinmeier aus Bünde (links) , und sein Vorgänger Diakon Christian Schwennen aus Minden.
Die Mitglieder des Leistungskreises Ost (links) und West (Mitte)wurden in einem Festgottesdienst ebenso wie Ratsmitglieder Katrin Thielking, Dirk Menke und Achim Steinmeier in einem Gottesdienst gesegnete und in ihr Amt in Anwesenheit des Rates der Brüder- und Schwesternschaft Wittekindshof (rechts) sowie vieler Mitglieder eingeführt.

Amtswechsel und neue Leitungskreise in diakonischer Gemeinschaft

Diakon Achim Steinmeier folgt Diakon Christian Schwennen im Amt des Ältesten

Bad Oeynhausen/Minden/Bünde/Lübbecke/Vlotho (AM). Diakon Achim Steinmeier aus Bünde ist in einem Festgottesdienst in das Amt des Ältesten der Diakonischen Brüder- und Schwesternschaft Wittekindshof eingeführt worden. Zuvor hatten ihn die Mitglieder mit überragender Mehrheit für eine zweite Amtszeit in den Rat gewählt, der bei seiner konstituierenden Sitzung einstimmig Achim Steinmeier zum Vorsitzenden und damit Ältesten der Gemeinschaft bestimmt hat.

Diakon Achim Steinmeier ist Erzieher mit diakonisch-theologischer Doppelqualifikation, hat als Basismitarbeitender und in leitender Funktion Menschen mit Behinderung in ihrem Alltag unterstützt, hat in den Kontakt- und Informationszentren in Lübbecke, Minden und Volmerdingsen gearbeitet, war für das Wittekindshofer Ferienhaus in Cuxhaven und das Ideen-und Beschwerdemanagement verantwortlich. In den letzten Jahren hat er viele traditionelle, aber auch neue Formen gelebter Spiritualität für Mitarbeitende und Menschen mit Behinderung angeboten - von Wochenandachten bis hin zu mehrtägigen Pilgerangeboten. In seinem Amt als Ältester will er sich besonders für die Pflege der Gemeinschaft einsetzen und betont, dass auch das Amt des Ältesten nur in konstruktiver Gemeinschaft mit den anderen Leitungsmitgliedern und Gremien gelingen könne.

Leitungskreise fördern Spiritualität

Dazu gehören auch die Leitungskreise West und Ost, die jetzt erstmals konstituiert wurden, um das Leben der Diakonischen Brüder- und Schwesternschaft vor Ort in Gronau und Umgebung sowie in den Kreisen Minden-Lübbecke und Herford zu fördern durch Gottesdienste, Andachten und weitere spirituelle Angebote sowie Begegnungsveranstaltungen und seelsorgerliche Begleitung.

Die Mitglieder der beiden Leitungskreise sowie die neuen Ratsmitglieder Achim Steinmeier, Katrin Thielking und Dirk Menke wurden im Rahmen eines Festgottesdienstes eingeführt und für ihren Dienst gesegnet. Thielking ist Erzieherin und Diakonin, wohnt in Bad Oeynhausen, hat lange in einem der Wittekindshofer Wohnhäuser in Nettelstedt gearbeitet und gehört seit Mitte 2018 zum Team des Büros für Leichte Sprache und wurde Ende 2019 in den Rat gewählt. Dirk Menke lebt mit seiner Familie in Bünde, arbeitet im Berufsbildungsbereich der Wittekindshofer Werkstätten und bringt bereits Erfahrung aus zwei Wahlperioden aktiver Ratsarbeit mit.

Kronenkreuz für Christian Schwennen

Nach gut 47 Dienstjahren, davon 40 Jahre als Diakon und 14 Jahre als Ältester der Brüder- und Schwesternschaft, wurde Christian Schwennen aus Minden in den Ruhestand verabschiedet. Pfarrer Professor Dr. Dierk Starnitzke als Vorsteher der Brüder und Schwesternschaft überreichte ihm im Namen des Präsidenten der Diakonie Deutschland das Goldene Kronenkreuz als Zeichen des Dankes. Mitarbeitenden aus dem Wittekindshof und anderen diakonischen Gemeinschaften, aber auch im Namen des Verbandes Evangelischer Diakonen-, Diakoninnen und Diakonatsgemeinschaften (VeDD) dankten Schwennen mit persönlichen Abschiedsworten und -liedern. Mehrfach angesprochen wurde sein ansteckender Humor, sein musikalischer Einsatz mit Akkordeon, Posaune, Klavier und Orgel sowie seine beeindruckende Wertschätzung für jeden einzelnen Menschen, durch die er Hoffnung vermittelt und Diakonie einladend und gastfreundlich gestaltet habe. "Du bist ein Face-to-Face-Mensch und Meister des Telefonhörers", fasste Brüder- und Schwesternpfarrer Michael Postzich das große Engagement von Christian Schwennen als Netzwerker und Seelsorger zusammen, aber erinnerte auch an seinen Einsatz für die Partnereinrichtung in Kamerun, die Erarbeitung der neuen Ordnung der Brüder- und Schwesternschaft und das über Jahre in der Gemeinschaft und der Diakonenausbildung erarbeitete Projekt "Mitgefühl, Achtsamkeit und Resonanz".

Rat und Leitungskreise der Brüder- und Schwesternschaft Wittekindshof

Ratsmitglieder: Diakon Achim Steinmeier (Ältester aus Bünde), Pfarrer Prof. Dr. Dierk Starnitzke (Vorsteher aus Bad Oeynhausen) Michael Postzich (Brüder- und Schwesternpfarrer aus Bad Oeynhausen), die Diakoninnen Imke Bonus, Janine Henning-Kowalewsky (beide Bünde) Nicole Schnepel (Preußisch Oldendorf), Katrin Thielking (Bad Oeynhausen) sowie die Diakone Bernhard Höhr (Bad Oeynhausen), Dirk Menke (Bünde) und Günter H. Weingarten (Bad Essen).
Leitungskreis Ost (Ostwestfalen-Lippe): Diakon Mathias Becker, Diakonin Anja Anik Husemeier, Diakonische Mitarbeiterin Anja Kruse, Diakon Dominik Marcel Puppe (alle Bad Oeynhausen), Diakon Matthias Kowalewsky (Bünde), Diakonin Friederike Hoffmeier (Lübbecke), Diakonin Stefanie Krömker (Vlotho).
Leitungskreis West (Westmünsterland): Diakonischer Mitarbeiter Jörg Bomers Sabine Niermann-Probst (beide Ahaus), Diakon Jörg Frieske, Diakon Torben Stobbe, Diakon Heiko Strahl, Diakon Michael Welz (alle Gronau) und Diakonische Mitarbeiterin Andrea Volkmer (Ochtrup).

Brüder- und Schwesternschaft Wittekindshof

Die Brüder- und Schwesternschaft Wittekindshof wurde 1949 als geistliche Glaubens- und Dienstgemeinschaft gegründet und hat sich von Anfang in der Aus- und Fortbildung von Mitarbeitenden engagiert. Neben den Diakonenausbildungen an der Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld und in der Wittekindshofer Diakonenschule hat der Basiskurs Kirche und Diakonie eine lange Tradition. Weitere Schwerpunkte bilden Spiritualität, Seelsorge und Begegnung. Der Brüder- und Schwesternschaft gehören heute rund 1.400 Mitglieder an, darunter gut 600 Diakoninnen und Diakone sowie 300 Ruheständler.