Ein Porträt von Jan-Felix Furchert

„Ermöglichen, was möglich ist“

Jan-Felix Furchert feiert sein 25-jähriges Dienstjubiläum beim Wittekindshof

Bad Oeynhausen (JP). Jan-Felix Furchert aus Rehme feiert am Freitag, 9. Oktober, sein 25-jähriges Dienstjubiläum in der Diakonischen Stiftung Wittekindshof.

Als stellvertretende Bereichsleitung trägt der Jubilar Mitverantwortung für eine spezialisierte Wohngruppe auf dem Gründungsgelände in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen, in der Männer und Frauen mit komplexen Mehrfachbehinderung leben, einige sind auf Beatmung und alle auf umfangreiche Pflege angewiesen.

Ausbildung zum Krankenpfleger

Der 43-Jährige absolvierte zunächst ein Diakonisches Jahr beim Wittekindshof, bevor er 1995 seine Ausbildung zum Krankenpflegehelfer und 2004 seine Folge-Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger erfolgreich abschloss. Es folgten eine Weiterbildung zur Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung, eine Sozialmanagementausbildung sowie eine Weiterbildung zur Hygienefachkraft sowie viele weitere interne Fortbildungen.

Von Beginn an seiner Dienstzeit ist Furchert im Haus Bethanien tätig, in dem hauptsächlich Frauen und Männer mit Schwerstmehrfachbehinderung leben. In seiner derzeitigen spezialisierten Wohngruppe leben 24 Menschen mit Behinderung im Alter von 31 bis 92 Jahre.

"Teilhabe ermöglichen"

"Es ist einfach toll, die Menschen begleiten zu dürfen und ihnen auch Teilhabe zu ermöglichen. Es macht wirklich Freude und Spaß", betont der Rehmer. Zu Festen würden Bewohner auch schon mal im Bett samt notwendiger Überwachungsgeräte ins Freie geschoben - stets unter Berücksichtigung der strengen Hygienestandards: "Aber was wir ermöglichen können, ermöglichen wir."

Jan-Felix Furchert schätzt besonders die Vielfältigkeit seiner Arbeit, die so immer interessant bleibe, und die Förderung der Mitarbeitenden durch Fortbildungen sowie die unterschiedlichen Arbeitszeitmodelle, die es beispielsweise auch Eltern ermögliche, in der Eingliederungshilfe tätig sein zu können. "Als Gesundheits- und Krankenpfleger bin ich zudem immer einsatzbereit und helfe auch mal in anderen Bereichen oder Wohngruppen aus. Das ist ein tolles Gefühl, gebraucht zu werden und helfen zu können", betont der Jubilar.

Seit 2004 ist Furchert mit seiner Frau, die ebenfalls beim Wittekindshof arbeitet, verheiratet und hat vier Kinder. Das fünfte wird freudig erwartet. Er ist leidenschaftlicher Angler, dieses Hobby teilt er mit zwei seiner Söhne. Nicht nur bei der Arbeit, "auch bei uns Zuhause ist immer etwas los, was wahnsinnig Spaß macht".