Drei Spanten stecken in einem Sandhaufen, daneben liegt ein gelber Helm.
In der kommenden Woche starten nun die Erd- und Rohbauarbeiten für den Neubau der Kita Sternschnuppe in Volmerdingsen. Auf einen ersten Spatenstich wird allerdings in der Corona-Pandemie verzichtet.
Drei Spanten stecken in einem Sandhaufen, daneben liegt ein gelber Helm. Im Hintergrund ist die Kita Sternschnuppe in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen zu sehen.
In der kommenden Woche starten nun die Erd- und Rohbauarbeiten für den Neubau der Kita Sternschnuppe in Volmerdingsen. Auf einen ersten Spatenstich wird allerdings in der Corona-Pandemie verzichtet.

"Erster Spatenstich" für die Kita Sternschnuppe

Großzügiger Neubau mit mehr Bewegungsmöglichkeiten in Volmerdingsen

Bad Oeynhausen-Volmerdingsen (JP). Die Versorgungsleitungen für Strom, Wasser, Gas und Telefon wurden in den letzten Wochen umverlegt, nun rollen die Bagger in Volmerdingsen an: Auf dem Gelände der ehemaligen Wittekindshofer Korbflechterei entsteht die neue Kindertagesstätte Sternschnuppe als Ersatzbau für die bestehende Kita, die nach Fertigstellung abgerissen wird. Auf einen traditionellen "Ersten Spatenstich" wird allerdings in der Corona-Pandemie verzichtet.

"Nachdem die Diakonische Stiftung Wittekindshof auch den kleinen Weg zwischen der Straße Teegarten und der Volmerdingsener Straße gekauft hat, konnten nun im Frühjahr die notwendigen Vorarbeiten erfolgen, damit wir mit dem Bau der Sternschnuppe beginnen können. In der kommenden Woche starten nun die Erd- und Rohbauarbeiten. Wir planen die Fertigstellung im Sommer 2021, so dass die Jungen und Mädchen zum Kindergartenjahr 2021/2022 in die neue Kita ein- beziehungsweise umziehen können", berichtet der Wittekindshofer Architekt und Projektleiter Jörg M. Henke.

Holzbau mit Photovoltaikanlage

Entstehen wird ein großzügiger Baukörper in Holzrahmenbauweise mit extensiv begrüntem Flachdach und Pultdachbereich, das mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet wird, so dass die Kita eigenen Strom erzeugen wird. "Die Holzbauweise in Verbindung mit der Dachbegrünung und den großen Dachüberständen zum Süden sorgt für ein gutes Raumklima und ist auch aus ökologischer Sicht und im Sinne der Nachhaltigkeit eine bewusste Entscheidung. Aufgrund des hohen Vorfertigungsgrades in der Holzbauwerkstatt wird die Lieferung und Montage der Elemente im Spätsommer erfolgen", erklärt Henke.

Die neue Kita wird sehr dicht an die bestehende Sternschnuppe heran gebaut, die nun nach mehr als 50 Jahren Betriebszeit ausgedient hat. Nach Fertigstellung erfolgt der Umzug aus dem Alt- in den Neubau. Eine Verbindung zum Außenbereich ermöglicht es, während des laufenden Kita-Betriebs die dann ausgediente Sternschnuppe abzureißen und den Kindern weiterhin einen Spielbereich auf dem Außengelände anzubieten.

Mehr Platz zum Spielen

Die neue Sternschnuppe wird ebenso über drei Gruppen verfügen wie der Altbau. Nur sind diese nun weitaus größer mit mehr Bewegungsflächen. Zu jeder Gruppe gehört ein Gruppenraum, ein Gruppen-Nebenraum, Schlafraum und ein Sanitärraum. Zusätzlich wird es einen Differenzierungsraum geben, in dem gruppenübergreifende Angebote durchgeführt werden können, der aber auch als Malatelier, Musikraum und Bibliothek dient. Im eigenen Kinderrestaurant kann auch mal außerhalb des Gruppenraums gegessen werden. Beliefert wird die Kita vom Wittekindshofer Inklusionsbetrieb Küche.

Auf dem Weg hin zur Bewegungskita

"Wir freuen uns schon sehr auf die neue Kita. Die alte Sternschnuppe entspricht nicht mehr den aktuellen und auch künftigen Anforderungen einer zeitgemäßen Kita. Zukünftig werden wir mehr Platz haben und sind mit der Planung der Gruppenräume sowie den entsprechenden Nebenräumen optimal auf Kinder mit Behinderung, Schlafkinder und den Ganztagsbetrieb vorbereitet", sagt Kita-Leiterin Diakonin Katrin Miegel, die im Planungsteam intensiv mitgearbeitet hat. "Der große Spielflur mit der kurzen Verbindung zum Außengelände unterstützt unser Konzept, den Kindern mehr Bewegungsmöglichkeiten und Sinneseindrücke zu bieten. Wir sind auf dem Weg, uns als Bewegungskita qualifizieren zu lassen. Fortbildungen wurden bereits absolviert, nun steht noch die Erarbeitung des Konzeptes und abschließend die Abnahme durch den Landessportbund NRW an", sagt Miegel.

ESG wird neuer Träger

Mit dem Neubau wird es auch einen Trägerwechsel geben: Aktueller Träger der Sternschnuppe ist die Kirchengemeinde Volmerdingsen-Wittekindshof, mit der der Wittekindshof seit vielen Jahren konzeptionell eng zusammenarbeitet. Die Diakonische Stiftung Wittekindshof ist Bauherr der neuen Kindertagesstätte Sternschnuppe und der neue Träger wird zukünftig die Eltern Selbsthilfegruppe Bad Oeynhausen e.V. (ESG) sein.