Der Jubilar Christoph Maack steht in der Mitte zwischen Andreas Ritter, André Weber, Anke Starnitzke und Kai Sundermeier.
Geschäftsbereichsleiter Diakon Andreas Ritter (links), Diakon André Weber, stellvertretende Ressortleitung (Zweiter von links), Pfarrerin Anke Starnitzke und Pfarrer Kai Sundermeier (rechts) verabschieden Diakon Christoph Maack nach mehr als 40 Jahren Dienst im Wittekindshof in den Ruhestand. Der Kirchengemeinde Löhne-Mennighüffen wird der Jubilar als Presbyter erhalten bleiben.

"Inkluencer der ersten Stunde"

Diakon Christoph Maack mit goldenem Kronenkreuz in den Ruhestand verabschiedet

Löhne/Kreis Herford (JP). "Du hast den Begriff der Inklusion mit Leben gefüllt und dich immer dafür eingesetzt, dass Vielfalt gelebt wird. Du bist Inkluencer, wie man jetzt sagt, der ersten Stunde", beschreibt Diakon Andreas Ritter seinen Kollegen Diakon Christoph Maack, der nach mehr als 40 Jahren Dienstzeit in der Diakonischen Stiftung Wittekindshof nun in den Ruhestand verabschiedet wurde. Als Ausdruck des Dankes und der Wertschätzung für den Einsatz im Dienst der Nächsten erhielt der Löhner das Goldene Kronenkreuz der Diakonie samt Ehrenurkunde.

Christ, Sportler und Gespenst

Im Dienste der Nächsten - seien es Kollegen gewesen, Menschen, die vom Wittekindshof unterstützt werden, Gemeindemitglieder oder Frauen und Männer, die Hilfe benötigt haben - Diakon Maack sei immer ansprechbar gewesen. "Du warst ein zuverlässiger und vertrauensvoller Partner", betonte Ritter, der als Geschäftsbereichsleiter für die Wittekindshofer Wohnangebote in Löhne, Bünde und Enger zuständig ist. "Du bist Christ und hast deinen Weg stets als Berufung verstanden. Auf dich kann man sich verlassen, du hast immer ein offenes Ohr, bist hilfsbereit, aktiv für andere, liebenswert chaotisch und kommunikativ, bist Konflikten nicht aus dem Weg gegangen, sondern hast ausgleichend gewirkt und Meinungen zusammengeführt", gab Ritter einen kleinen Abriss der Eigenschaften des Jubilaren. Der ein oder andere Löhner mag Diakon Maack auch als Hobbyfußballer, Presbyter der Kirchengemeinde Löhne-Mennighüffen oder als "Hugo" kennen, das ehemalige Gespenst von Schloss Ulenburg, das Viertklässler, zumindest kurzzeitig, an die Existenz von Geistern glauben ließ. In unterschiedliche Rollen sei Maack auch zu den für Ostwestfalen doch fast untypischen Karnevalsfeiern an der Ulenburg geschlüpft: "'Wenn es den Bewohnern doch Spaß macht', hast du immer gesagt und warst mit Leib und Seele dabei. Waren wir nicht auch mal die Wildecker Herzbuben? Spaß am Feiern hast du jedenfalls immer gehabt und dazu einen lockeren Spruch auf den Lippen", erinnerte sich Diakon Ritter.

Berufliche Stationen

Als stellvertretender Geschäftsbereichsleiter und Fachstab war Christoph Maack vor allem in beratender Funktion für Mitarbeitendenteams in verschiedenen Wittekindshofer Wohnhäuser in Löhne, Enger, Bünde und zeitweise Herford tätig. Bevor er seinen Dienst im Wittekindshof angetreten hat, absolvierte er bei der Stadt Löhne eine Verwaltungslehre und arbeitete mehrere Jahre als Angestellter. Im Wittekindshof war er zunächst in einem Wohnbereich mit Pflegeschwerpunkt für Erwachsene, später im Schülerdorf sowie im Internat Bergkirchen des Berufsbildungswerkes tätig. In dieser Zeit hat er die Erzieher- und eine theologisch-diakonische Ausbildung absolviert und wurde 1986 als Diakon eingesegnet. Anschließend war der Jubilar von 1988 bis 1993 in der damalige Zweigeinrichtung Ulenburg als Gruppenleiter im Haus Ulenhof tätig. Es folgte eine achtjährige Tätigkeit in einem der Internate des Berufsbildungswerkes in Bad Oeynhausen, bevor er 2001 nach Ulenburg zurückkehrte. Zudem war Maack Mitglied der Mitarbeitervertretung und gewähltes Mitglied in der Diakonischen Brüder- und Schwesternschaft Wittekindshof.

Goldenes Kronenkreuz

"Die Nächstenliebe ist der Motor für unser Handeln. Und für dein Handeln hast du diese Auszeichnung verdient", sagte André Weber, der als stellvertretende Ressortleitung Christoph Maack zum Eintritt in den Ruhestand das Goldene Kronenkreuz ansteckte.