Portrait eines Mannes vor dem Wohnhaus, das er geleitet hat.
Diakon Ernst Kleine Kleffmann hat seit 200 das Wittekindshofer Wohnhaus an der Ecke Werrestraße/Oeynhausener Straße geleitet (Hintergrund). Bei der Verabschiedung in den Ruhestand wurde ihm das Goldene Kronenkreuz der Diakonie Deutschland für besonderen Einsatz in Diakonie und Kirche verliehen.
Portrait eines Mannes vor dem Wohnhaus Werrestraße in Löhne.
Diakon Ernst Kleine Kleffmann hat seit 200 das Wittekindshofer Wohnhaus an der Ecke Werrestraße/Oeynhausener Straße geleitet (Hintergrund). Bei der Verabschiedung in den Ruhestand wurde ihm das Goldene Kronenkreuz der Diakonie Deutschland für besonderen Einsatz in Diakonie und Kirche verliehen.
Ein Mann kurz vor Eintritt in die Rente vor dem Wohnhaus, das er gelietet hat.
Diakon Ernst Kleine Kleffmann hat seit 200 das Wittekindshofer Wohnhaus an der Ecke Werrestraße/Oeynhausener Straße geleitet (Hintergrund). Bei der Verabschiedung in den Ruhestand wurde ihm das Goldene Kronenkreuz der Diakonie Deutschland für besonderen Einsatz in Diakonie und Kirche verliehen.

Engagierter Brückenbauer und Organisationstalent mit christlicher Motivation

Diakon Ernst Kleine-Kleffmann mit Goldenem Kronenkreuz geehrt

Bad Oeynhausen/ Löhne (AM). "Der Einsatz von Diakon Ernst Kleine-Kleffmann für die Diakonische Stiftung Wittekindshof ging immer weit über das normale Maß hinaus und war geprägt von einer spürbaren christlichen Motivation", erklärte Diakon Uwe Thünemann, der als Ressortleiter für die Wittekindshofer Wohnangebot in Ostwestfalen und im Ruhrgebiet verantwortlich ist. Er überreichte dem Diakon und Erzieher aus Bad Oeynhausen-Wulferdingsen, der das Wittekindshofer Wohnhaus an der Ecke Werrestraße/Oeynhausener Straße seit dem Erstbezug 2006 geleitet hat, bei der Verabschiedung in den Ruhestand das Goldene Kronenkreuz. Es wird im Namen von Ulrich Lilie, dem Präsidenten der Diakonie Deutschland in Berlin verliehen als Ausdruck des Dankes und der Wertschätzung für die Treue und den Einsatz in Diakonie und Kirche im Dienst am Nächsten.

Kontinuität geboten und Wandel gestaltet

Der für die Wohnangebote in Löhne verantwortliche Geschäftsbereichsleiter, Diakon Andreas Ritter, hatte in seiner Laudatio die sehr enge Beziehung betont, die Ernst Kleine Kleffmann zu den ihm anvertrauten Menschen aufgebaut und gepflegt hatte. Dazu gehörten auch Menschen, die er fast vom ersten Tage seines Dienstbeginns am 1. Mai 1975 mehr als 43 Jahren lang oder sensibel bis zum Lebensende begleitet hat.

Ernst Kleine-Kleffmann war für kurze Zeit im Haus Bethanien auf dem Wittekindshofer Gründungsgelände in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen und später fast 23 Jahre in Schloss Ulenburg in Löhne tätig, davon viele Jahre als Gruppenleiter. 1998 übernahm er die Leitung des Wohnhauses auf dem benachbarten Ulenhof und zog mit fast allen Bewohnern 2006 in den Neubau in der Werrestraße um. Dieser Schritt war nötig, da der Ulenhof aufgrund des Alters des Gebäudes und seiner dezentralen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht erreichbaren Lage an einem der fünf großen zentralen Standorten des Wittekindshofes nicht mehr den Anforderungen moderner Behindertenhilfe entsprochen hat. "Du hast als Hausleitung die Dezentralisierung angenommen und entscheidend zum Erfolg beigetragen. Du hast etliche Brücken ins gesellschaftliche Miteinander der Stadt Löhne gebaut, guten Kontakt zur direkten Nachbarschaft und zur Kirchengemeinde gepflegt und nicht zuletzt jedes Jahr am Freitag vor dem ersten Advent zusammen mit Deinem Team ein kleines, aber feines adventliches Beisammensein zur Baumerleuchtung mit Nachbarn und Freuden ermöglicht", betonte Ritter.

Kooperation mit der Berthold-Brecht-Gesamtschule

Besonders hob er die Zusammenarbeit mit der Berthold-Brecht-Gesamtschule hervor, durch die seit Jahren regelmäßig Schülerinnen und Schüler das Wohnhaus an der Werrestraße besuchen, bei besonderen Aktivitäten mithelfen und viele generationsübergreifende Kontakte zwischen Menschen mit und ohne Behinderung entstanden sind und sich bereits mehrere junge Frauen und Männer daraufhin für einen sozialen Beruf entschieden hätten.

Bedarf und Wünsche der Menschen mit Behinderung

Andreas Ritter erinnert an den kleinen Verkaufsladen, den Ernst Kleine-Kleffmann in der Ulenburg organisiert hatte, um den Bewohnern Einkaufsmöglichkeiten zu bieten, aber auch zahlreiche bereichsübergreifenden Ausflüge, die er vorbereitet und durchgeführt hatte. "Du warst und bist immer ein Organisationstalent mit dem Blick für das Wesentliche gewesen, nämlich den Bedarf und die Wünsche der Menschen mit Behinderung. Da lag Dein oberstes Augenmerk, aber Du hast auch immer für Deine Mitarbeiter gekämpft, wenn äußere Einflüsse die Motivation gefährdeten. Bei Mitarbeiterengpässen bist Du selbst eingesprungen und hast immer wieder Menschen eine Chance, zur Wiedereingliederung ins Berufslebens gegeben."