Die Karte auf dem großen Bildschirm leuchtet. Rot für laute Orte, grün für ruhige Zonen. Mit konzentriertem Blick tippt ein Mann auf einen Punkt in der Nähe seiner Wohnung und markiert ihn als besonders lärmbelastet. „Hier ist es zu laut, da sollte eine Lärmschutzwand hin“, erklärt er und fügt seine Empfehlung mit wenigen Fingertipps hinzu.
Was so einfach aussieht, ist das Ergebnis intensiver Entwicklungsarbeit: Der digitale Kartentisch des Projekts „DiKomAll“ (kurz für „Digitale Kommune für alle“), den der Wittekindshof bei der Hauptversammlung des Diakonischen Werkes Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL) im World Conference Center Bonn präsentierte, macht Bürgerbeteiligung für alle Menschen zugänglich – unabhängig von ihren kognitiven Fähigkeiten.