Landesbehinderten- und -patientenbeauftragte besucht Wittekindshof , Wittekindshof

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Bad Oeynhausen (JP). Die Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten in Nordrhein-Westfalen, Claudia Middendorf, hat auf Einladung des Vorstands die Diakonische Stiftung Wittekindshof in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen besucht.

"Wir teilen mit Ihnen die große Betroffenheit, die die ersten Ergebnisse des Ermittlungsverfahrens ausgelöst haben. Wir möchten dies zum Anlass nehmen, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen, Ihnen unsere Arbeit, unsere Konzepte und bereits getroffenen Maßnahmen vorzustellen", sagte Prof. Dr. Dierk Starnitzke, theologischer Vorstand der Diakonischen Stiftung Wittekindshof. Die Stiftung unterstütze die Arbeit der Ermittlungsbehörden und des Ministeriums uneingeschränkt: "Wir stehen zu unserer Verantwortung und nehmen die Situation sehr ernst. Umso wichtiger ist es, offen und transparent über die Grenzen und Probleme der Eingliederungshilfe zu sprechen. Ihr Besuch ist ein wichtiges Signal dafür. Denn unser gemeinsames Ziel ist es, das Wohl und die Würde von Menschen mit Behinderung zu sichern."

Runden Tisch wieder etablieren

"Ich bin froh, dass Sie mir die Arbeit des Wittekindshofes näher bringen. Ich werde Impulse aus unserem Gespräch mit in die Landesregierung nehmen", betonte Claudia Middendorf. Die allgemeine gesundheitliche Versorgung für Menschen mit Behinderung und die Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit besonders herausforderndem Verhalten seien ihre Herzensangelegenheiten, daher sei sie der Einladung gerne gefolgt: "Es gab auf landespolitischer Seite bereits vor einigen Jahren Bestrebungen, einen runden Tisch zu diesem Themenbereich zu etablieren. Diese Idee sollten wir wieder aufleben lassen", so die Landesbehinderten- und -patientenbeauftragte. Die fachliche Begleitung von Menschen mit besonders herausforderndem Verhalten müsse neu in den Blick genommen werden.

Fachliche Diskussion auf breiter Ebene

"Daran sind wir im hohen Maße interessiert. Es muss eine sachliche und fachliche Diskussion auf breiter Ebene stattfinden, um Menschen mit sehr herausforderndem Verhalten in der Eingliederungshilfe noch besser zu unterstützen. Ein runder Tisch bietet Kosten- und Leistungsträgern, aber auch betroffenen Angehörigen die Möglichkeit, neue Lösungsansätze und Unterstützungsmodelle zu erarbeiten", betonte Marco Mohrmann, kaufmännischer Vorstand der Diakonischen Stiftung Wittekindshof.