Demokratie hautnah erleben Neues Kinder- und Jugendparlament im Wittekindshof Gronau gewählt

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Mitreden, mitgestalten, mitentscheiden, das ist das Ziel des Kinder- und Jugendparlaments. Das Gremium besteht aus Jungen und Mädchen, die im Wittekindshof leben und dort Unterstützung erhalten. Sie vertreten die Interessen ihrer Mitbewohner*innen, bringen Ideen ein und sprechen über Themen, die ihren Alltag betreffen – von Freizeitangeboten über gemeinsame Regeln bis hin zu Wünschen für das Zusammenleben. Ziel ist es, dass junge Menschen erleben, dass ihre Meinung zählt und dass sie ihr Umfeld aktiv mitgestalten können.

Julian (11)

Mir hat das richtig Spaß gemacht. Ich will mich dafür einsetzen, dass alle Kinder gut vertreten werden.

In den vergangenen Wochen wurde in Gronau neu gewählt und nun haben die Mitglieder ihre Arbeit aufgenommen. Unter ihnen ist Julian (12), der bereits in der letzten Amtszeit dabei war. „Mir hat das richtig Spaß gemacht. Ich will mich dafür einsetzen, dass alle Kinder gut vertreten werden“, sagt er stolz. Auch Jason (16) freut sich auf die kommenden Aufgaben.

Begleitet wurde die Wahl von Diplom-Pädagogin Verena Lüttel, die den Prozess gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen vorbereitet hat. „Partizipation ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Kinder und Jugendliche sollen erleben, dass ihre Meinung zählt und dass sie etwas bewegen können“, betont die Wittekindshofer Mitarbeiterin. Schon die Vorbereitung der Wahl sei ein Stück Demokratiebildung gewesen: Die Teilnehmenden haben Wahlplakate gestaltet, Kandidat*innen vorgestellt und über Themen gesprochen, die ihnen wichtig.

Erste Ideen

In der konstituierenden Sitzung ging es dann konkret zur Sache: Die neu gewählten Vertreter*innen besprachen mögliche Aktionen, die sie gemeinsam angehen wollen. So soll es bis zu den Sommerferien einen gemeinsamen Ausflug geben. Im Wohnbereich wollen sie das Thema mehr Abwechslung beim Abendessen ansprechen. Außerdem besteht der Wunsch, ein ehemaliges Konzentrationslager zu besuchen, um mehr über die Geschichte zu lernen und sich mit dem Thema Ausgrenzung auseinanderzusetzen. Begleitet werden die Kinder- und Jugendlichen in ihrer Gremiumsarbeit durch individuelle Assistenz von den Wittekindshofer Mitarbeitenden Magdalena Stoklosa, Tristan Theede und Jan van der Beck.

„Das Kinder- und Jugendparlament ist ein starkes Zeichen für gelebte Teilhabe“, sagt Verena Lüttel. „Hier lernen junge Menschen, Verantwortung zu übernehmen, Kompromisse zu finden und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Das stärkt nicht nur die Gemeinschaft, sondern auch das Selbstbewusstsein jedes Einzelnen.“