Begegnung, Beratung und Begleitung Herner Kontakt- und Informationszentrum ist umgezogen, Herne, Oberhausen

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Herne (ACL). "Begegnung, Beratung, Begleitung", steht in gelben Lettern auf der Fensterscheibe der Freiligrathstraße 19 in der Herner Innenstadt. "Das fasst unser Angebot eigentlich ganz gut zusammen", findet Dorothee Blome. Sie ist Bereichsleiterin des Wittekindshofer Kontakt- und Informationszentrums, kurz KIZ, das jetzt umgezogen ist.

Von der Schulstraße ging es an die Freiligrathstraße. "Wir rücken am neuen Standort mit unserem inklusiven Beratungs- und Begegnungsangebot näher an die Herner Bürger heran. Wir sind nun – wie Menschen mit Behinderung – mittendrin in der Gesellschaft. Wir freuen uns auf jeden, der uns kennenlernen möchte", sagt Geschäftsbereichsleiter Matthias Jacobstroer, der die Wittekindshofer Wohn- und Unterstützungsangebote für Menschen mit Behinderung in Herne, Wanne-Eickel und Oberhausen verantwortet.

Treffpunkt in der Stadt

Das KIZ sei ein Treffpunkt für Menschen mit und ohne Behinderung. "Hier können Interessierte soziale Kontakte knüpfen, ihre Freizeit verbringen und an Veranstaltungen und Ausflügen teilnehmen", sagt Bereichsleiterin Blome. Aufgrund der Corona-Pandemie bleibt das KIZ zwar weiterhin geschlossen, aber die zurückliegenden Monate haben die Mitarbeitenden genutzt, um den Umzug vorzubereiten: "Wir haben aufgeräumt, Kartons gepackt, Möbel abgebaut. Und wir hatten Zeit, um am Konzept zu feilen, mit dem wir nach der Wiedereröffnung starten wollen", sagt Blome. Die neue Küche, in der Snacks zukünftig zubereitet werden können, steht schon.

15 Jahre war das Wittekindshofer KIZ an der Schulstraße beheimatet. Auch das neue Ladenlokal ist wieder barrierefrei zu erreichen. Die neuen Räumlichkeiten befinden sich in der Nähe der Herner Fußgängerzone. In direkter Nachbarschaft zum städtischen Rathaus, dem Einwohnermeldeamt, dem Eine-Welt-Laden und dem Marktplatz.

Mehr Selbstständigkeit

Im Zentrum stehe es, Menschen mit Behinderung mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen und Hemmschwellen abzubauen. "Daher ist ein weiterer wichtiger Aspekt unserer Arbeit die Beratung und Begleitung", sagt Blome. So werde im KIZ künftig wieder eine Wohnschule angeboten, in der Männer und Frauen mit Behinderung Starthilfe für ein Leben in den eigenen vier Wänden erhalten. „

"Seit 2008 bietet wir Menschen mit Behinderung im Rahmen eines Kurses die Möglichkeit, weiter an ihrer Selbstständigkeit zu arbeiten", so Blome. Die Teilnehmenden befassen sich etwa mit der Haushaltsführung, einer gesunden Lebensweise oder wie sie den Weg zur Arbeit, zum Supermarkt oder in den Park finden.

Zeit schenken

Ein Anlaufpunkt für Angehörige ist indes der Familienunterstützende Dienst (FuD), der ebenfalls im neuen KIZ zu finden ist und den es seit 2019 gibt. Mittlerweile gehören 21 geschulte und fachlich begleitete ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zum Team. Sie unterstützen Menschen mit Behinderung bei der Freizeitgestaltung, bei Erledigungen oder im Haushalt und entlasten so auch Angehörige.

"In der Pandemie ist die Arbeit des FuD zwar nur eingeschränkt möglich, aber wir bieten weiterhin Schulungen für Interessierte an, die Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Menschen mit Behinderung einen Teil ihrer Zeit schenken möchten – um nach der Pandemie etwa gemeinsam ins Kino oder Museum zu gehen, gemeinsam Sport zu treiben oder sich gemeinsam eine Auszeit zu nehmen", bekräftigt Dorothee Blome. Interessierte können sich bei ihr telefonisch unter (02323)1480690 melden oder per Mail an dorothee.blome(at)wittekindshof.de.