Bei schönem Wetter haben wir gruppenübergreifend „Ich sehe was, was du nicht siehst“ gespielt.
Das Spielt funktioniert ja so, dass einer einen Gegenstand auswählt und nur die Farbe sagt, die dieser Gegenstand hat. Die anderen müssen raten, was dieser Gegenstand ist. Der, der den Gegenstand erraten hat, ist als Nächster dran.
Die Kinder hatten Spaß und kamen auf die wildesten Dinge, die sie gesehen haben. Wie das Weiß einer Wolke. Die natürlich weitergezogen ist. Oder ein vorbeifahrendes Auto. Fanden manche Kinder natürlich blöd, wenn es etwas war, was sie nicht erraten konnten, weil es längst weg war.
Grün war natürlich die beliebteste Farbe, da ja alles grün wird im Frühling. Teilweise wurden sogar explizit nach einem Grashalm gefragt, dies war dann „total fies“ in den Augen der Ratenden.
Also erklärte ich nochmal die Spielregeln. Danach klappte es etwas besser.
Bewusst habe ich dieses Spiel ausgewählt, um den Kindern die Jahreslosung 2023 „Du bist ein Gott, der mich sieht“ aus Genesis 16,13 nahe zu bringen.
Ich fragte die Kinder, ob sie denken, dass Gott sie immer sieht. Einige meinten, dass er ja nicht überall sein kann in seinem Alter.
Doch fragten die Kinder, wie Gott denn alle sehen kann. Er hat doch gar nicht so viele Augen. Oder ob Gott uns auch sieht, wenn wir uns freuen oder weinen, Blödsinn machen oder schlafen, in der Schule sind oder auf dem Spielplatz. Einer fragte ob Gott auch schaut, wenn er unter der Dusche steht und auf der Toilette sitzt.
Ja, in all diesen Situationen sieht Gott uns. Auch wenn es schwer vorstellbar ist.
Gott ist eben da, egal was wir machen.
P.S.: Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist GRAU. Auflösung im nächsten Heft ?
Anik Husemeier