Ein Kind wäscht sich die Hände im Wittekindshof-Scheelenkamp
Ein Kind wäscht sich die Hände im Wittekindshof-Scheelenkamp
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Zurück in die Kita

"Wir haben heute viele glückliche Kinder und Eltern wiedergesehen", sagt Nicole Wehres, Leiterin des Familienzentrums am Asternweg in Ahaus. Der eingeschränkte Regelbetrieb in den Wittekindshofer Kitas ist nach monatelanger Corona-Zwangspause am Montag wieder angelaufen. "Kinder, Eltern, Mitarbeitende  wir alle sind erleichtert, dass es weitergeht  wenn auch mit Einschränkungen", sagt Wehres.

Klare Gruppentrennung

Für die vier Wittekindshofer Kindertagesstätten in Gronaus und Ahaus gilt weiterhin eine strikte Gruppentrennung mit fest zugeteilten Mitarbeitenden. "Die Flure sind zum Spielen tabu und auch im Außenbereich bleiben die Kinder immer in ihrem Gruppenumfeld", berichtet Wehres. Am Asternweg werden die Kinder zudem über die Spielplatzanlagen direkt von den Eltern gebracht und wieder abgeholt.

In den anderen Kitas werde darauf geachtet, dass sich nur eine bestimmte Anzahl von Müttern und Väter gleichzeitig in den Räumen aufhält. Im Gronauer Familienzentrum an der Grabkowsky-Straße kleben zudem Markierungen auf dem Boden, die die Laufwege außerhalb der Gruppen kennzeichnen. "Wir haben unterschiedliche Ein- und Ausgänge", sagt Leiterin Julia Wolters. 

Von 7.30 bis 15 Uhr

Geöffnet sind die Kitas derzeit von 7.30 bis 15 Uhr. "Wir haben nach Rücksprache mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) nicht grundsätzlich bei allen Familien zehn Stunden Betreuung gekürzt, sondern bieten, natürlich je nach Buchungszeit, eine Kernöffnung an. Zudem können sich berufstätige Eltern bei uns melden, damit wir gemeinsam nach einer Lösung suchen können", sagt Wehres.

"Das Händewaschen gehört bei uns sowieso zur täglichen Routine, aber nun achten wir bei den Kindern noch einmal verstärkter darauf", sagt Nicole Wehres. Türklinken und Lichtschalter werden regelmäßig desinfiziert, genau wie Tische, Stühle und Spielzeug. "Das Bällebad bleibt vorerst gesperrt."

Am 14. Mai waren zwar erste Lockerungen in der Notfallbetreuung von Kindern in Kraft getreten. Diese galten zunächst nur für Jungen und Mädchen mit besonderem Förderbedarf. In einem weiteren Schritt durften ab dem 28. Mai alle weiteren Vorschulkinder aufgenommen werden.

Zwischen Frust und Vorsicht

"Immer wieder haben uns Mütter und Väter in den vergangenen Wochen von ihren Sorgen, den Spagat zwischen Arbeit und Kinderbetreuung nicht mehr lange meistern zu können", berichtet Alexandra Wissing-Peuleke, Leiterin des Familienzentrums Wittekindshof-Scheelenkamp. "Die Belastung ist enorm gewesen."

Es gebe aber auch Eltern, die ihre Kinder noch nicht wieder in die Kita bringen. "Die Angst vor einer Ansteckung ist noch immer groß", weiß Maria Brüning, Leiterin der Kita an der Gronauer Herzogstraße.

Dort gibt es sechs integrative Gruppen. In jeder sind Kinder mit und ohne Behinderung aus verschiedenen Kulturkreisen. "In den meisten Familien, die wir betreuen, ist ein Elternteil zuhause. Daher sind die Mütter und Väter eher zurückhaltend, was die Rückkehr in die Kita betrifft. Sie setzen sich die Stufen lieber selbst."