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Wünsche erfüllen auch am Lebensende

„Wir schenken Zeit und Aufmerksamkeit, hören zu, lesen vor oder blättern gemeinsam im Buch des Lebens, das durch Fotos und Erinnerungsstücke entstanden ist“, erklärt Diakon Michael Lilienkamp. Er ist Koordinatorin des Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes des Wittekindshofes und sucht weitere Frauen und Männer, die sich ehrenamtlich engagieren.

Kein Geld, aber etwas sehr Wertvolles

„Für ihren Einsatz erhalten die Mitglieder des Hospizdienstes kein Geld, aber sammeln Erfahrungen, die glücklich machen, auch wenn der Tod schon sichtbar nahe gekommen ist. Das kann neue Tiefe in das eigene Leben bringen“, berichtet Lilienkamp.

Zusammen mit der Diplom-Psychologin Miriam Schäper und Pfarrer Martin Wedek hat Diakonin Christa Klausmeier als Koordinatorin seit 2011 den Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes des Wittekindshofes aufgebaut. Die Koordination hat jetzt Diakon Michael Lilienkamp übernommen. Im Wittekindshofer Hospizdienst sind mittlerweile mehr als 25 Frauen und Männer ehrenamtlich aktiv und begleiten Menschen am Lebensende in den Wittekindshofer Wohnhäusern und in der Umgebung.

Begleitung am Lebensende

„Begleitung am Lebensende heißt für uns, individuelle Wünsche wahrzunehmen, achtsam auf das achten, was gut tut. Das kann ein Spaziergang oder ein Kinobesuch sein, aber auch einfach nur da zu sein und die Hand zu reichen an Tagen, an denen das Aufstehen und Sprechen zu anstrengend sind“, berichtet Lilienkamp. Ihm ist es wichtig, alle Ehrenamtlichen auf diesen schönen, aber anspruchsvollen Dienst gut vorzubereiten und dauerhaft zu begleiten. „Die Ehrenamtlichen tragen sich gegenseitig. Die Hauptamtlichen stehen als Berater und Unterstützer zur Verfügung“, so Lilienkamp.

Noch Plätze frei im neuen Kurs

Im neuen Ermutigungs- und Befähigungskurs sind kurzfristig noch Plätze frei für alle Frauen und Männer, die sich ehrenamtlich im Hospizdienst engagieren wollen. Zu den Themen des Kurses gehören der Umgang mit Sterben, Tod, Verlust und Trauer, ebenso wie das Nachdenken über Nähe und Distanz, Begegnungen und Berührungen, Kommunikation sowie Gesprächsführung. Da ein Schwerpunkt der Arbeit des Wittekindshofer Hospiz- und Palliativdienstes die Begleitung von Menschen  mit geistiger Behinderung ist, wird das besondere Erleben dieser Personengruppe von Sterben, Verlust und Trauer im Befähigungskurs eigens thematisiert. Fachliche Vorkenntnisse sind für die Teilnahme am Kurs nicht nötig, wohl aber die Bereitschaft, sich auf die Themen einzulassen und offen auf andere Menschen zuzugehen.

Ansprechpartner

Weitere Informationen zum Ambulanten Hospiz- und Palliativdienstes der Diakonischen Stiftung Wittekindshof finden Sie auf der Internetseite. Auskünfte erteilt Koordinator Diakon Michel Lilienkamp: Telefon: (05734) 61-14 17 oder hospizdienstDYXV KEJIwittekindshofCZYW LFKJde