Menschen in der Küche mit Zielscheiben vom Bogenschießen, Obstsalat, Kochlöfflen, Kissen und Sitzsack.
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Vergeblich auf den dritten Platz gewartet – Wittekindshof wird Bundessieger

Sie waren nach Düsseldorf gereist, weil sie die Ehrung für den dritten Platz beim Deutschen BGM-Förderpreis entgegennehmen wollten. Aber beim dritten Preis gingen sie leer aus. Ressortleiterin Elke Ruthenkolk, Personalentwickler Jens Hanke und Diakonin Dr. Lieseltraud Lange-Riechmann, die Koordinatorin für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) der Diakonischen Stiftung Wittekindshof, mussten bis zum Schluss warten. Das Wittekindshofer Projekt wurde als Sieger des Deutschen BGM-Förderpreises geehrt, das die Krankenkasse DAK-Gesundheit und die Kommunikationsberatung MCC zum zweiten Mal ausgeschrieben hatte.

Statt für 10.000 Euro, können Lange-Riechmann und die Wittekindshofer Gesundheitsarbeitsgruppen jetzt Gesundheitsförderung im Wert von 30.000 Euro über den deutschen BGM-Förderpreis finanzieren. Die Angebote des Betrieblichen Gesundheitsmanagements werden den mehr als 3.200 Mitarbeitenden vor allem in der Behindertenhilfe sowie in der Kinder- und Jugendhilfe an den über hundert Wittekindshofer Standorten zwischen Rahden und Oberhausen, Gronau und Minden zugutekommen.

Projekt „Steigerung der Gesundheitskompetenz durch bemerkenswerte Pausen“

Beworben hatte sich Lange-Riechmann mit dem Projekt „Steigerung der Gesundheitskompetenz durch Bemerkenswerte Pausen“. „Wir wollen das Miteinander der sehr unterschiedlichen Mitarbeitenden auf dem Weg zu mehr Gesundheit am Arbeitsplatz durch ‘bemerkenswerten Pausen‘ stärken“, erklärt Lange-Riechmann, die seit knapp zwei Jahren als BGM-Koordinatorin im Wittekindshof tätig ist und der es darum geht, die Verantwortung der Mitarbeitenden für die eigene Gesundheit zu stärken. Sie sammelt Hinweise aus der Mitarbeiterschaft, wo der Schuh drückt und was die Gesundheit der Mitarbeitenden belastet, aber auch Ideen, wie Entlastung geschaffen werden kann. Auch die oberste Wittekindshofer Leitung unterstützt das Betriebliche Gesundheitsmanagement: „Beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement geht es um viel mehr als nur um den Erhalt der Arbeitskraft und die Vermeidung von Fehlzeiten. Betriebliches Gesundheitsmanagement trägt ebenso wie Angebote der  Personalentwicklung dazu bei, die Arbeitswelt motivierend zu gestalten. Das ist ein zentrales Anliegen unserer Personalführung“, erklärt Elke Ruthenkolk, die als Ressortleiterin für die Bereiche Personal und Bildung verantwortlich ist.

In der Pause zu mehr Gesundheit gelangen

Besonders gut angekommen sind in der Mitarbeiterschaft die Pausenangebote. Lange-Riechmann hat deswegen zusammen mit drei Gesundheitsarbeitsgruppen das Projekt „Bemerkenswerte Pausen“ entwickelt. „Wir wollen in der Pause zu mehr Gesundheit gelangen. Mehr Bewegung oder Entspannung, gesündere Ernährung und Anstöße zur Änderung des Konsumverhaltens zielen darauf, die gesundheitliche Situation von Mitarbeitenden zu verbessern. Aber sie wirken sich auch positiv bei Kollegen aus, die durch Stress psychisch belastet sind“, erklärt Lange Riechmann. Die Gesundheitsarbeitsgruppen haben außerdem beispielsweise Alkohol-Aktionswochen „Weniger ist besser“ und die Kochreihe „Gesunde und schnelle Küche für Mitarbeitende im Schichtdienst“, aber auch die Umgestaltung von Pausenräumen oder der Einsatz alternativer Entspannungsmöglichkeiten im Rahmen des Projektes „Bemerkenswerten Pausen“ geplant.

Weitere Informationen finden Sie in der Meldung zur Preisverleihung des BGM-Förderpreises und in der Pressemitteilung  zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement.

Ein Kurzvideo von der Preisverleihung des deutschen BGM-Förderpreises ist zu auf YouTube zu sehen. Weitere Videos der Preisverleihung zeigt die DAK-Gesundheit.

Ein Interview mit Dr. Lieseltraud Lange-Riechmann zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement können Sie auf den Seiten der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe lesen.