Ein Mann mit Brille verfolgt mit seinen Händen auf den Tisch projezierte Fische.
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Spielerisch zu Bewegung angeregt

Lichtspiel mit ungewöhnlichem Effekt: Im Wittekindshofer Café Klatsch in Gronau werden Menschen mit Behinderung mithilfe digitaler Lichtprojektionen gezielt gefördert und zugleich unterhalten. Möglich macht das die sogenannte Tovartafel, die die Tagesstrukturierenden Angebote (TSA) mithilfe von Spenden angeschafft haben. Der Begriff Tovartafel kommt aus dem Niederländischen und heißt übersetzt Zaubertisch. In der Praxis sieht das so aus, dass ein an der Zimmerdecke angebrachter Beamer bewegliche bunte Bilder auf einen Tisch oder eine andere große Fläche projiziert. Diese Projektionen halten Aufgaben für ganz unterschiedliche Bedürfnisse und Fähigkeiten bereit.

Vielseitig und mit großem Spaßfaktor

Ein Knopfdruck, und die Tischoberfläche verwandelt sich in eine riesige Spielwiese, auf der sich Tiere, Pflanzen oder auch Wörter antippen und flexibel hin und herschieben lassen. Da müssen flinke Marienkäfer entdeckt, einfache Sprichwörter zusammengesetzt oder Seifenblasen zum Platzen gebracht werden. "Der große Vorteil dieser Projektionen ist ihre Vielseitigkeit und ihr großer Spaßfaktor - da ist für jeden etwas dabei", erklärt TSA-Mitarbeiter Markus Blömer im Café Klatsch. 

Speziell auf Bedürfnisse ausgerichtet

Entdeckt haben er und seine Kollegen die Tovartafel bei niederländischen Kollegen. Die erste Konstruktion dieser Art war zunächst für Demenzpatienten entworfen worden, eine zweite Variante ist nun speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit geistiger Behinderung ausgerichtet. Wie genau die unterschiedlichen Projektionen aussehen und wie Nutzer von der Tovartafel profitieren können, erfahren Sie in unserem Pressetext Lichtprojektion fördert das Reaktionsvermögen.