Ein junger Mann lehnt sich auf die Schulter seiner Freundin.
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Selbstbewusst Leben gestalten

Junge Menschen mit Behinderung möchten auch in ihrer Freizeit ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen, sich und ihre Möglichkeiten erproben und einfach dazugehören. Doch im Alltag warten viele Hürden auf sie. Die Geschichte von Jojo und Jenny zeigt, wie echte Teilhabe aussehen kann. Und wie wichtig fördernde Bildungs- und Freizeitangebote sind, um ein positives Selbstbild zu entfalten.

Johannes vom Brocke, genannt Jojo, ist 36 Jahre alt und lebt mit einer geistigen Behinderung. Durch eine Spastik in den Beinen ist er zusätzlich in seiner Beweglichkeit eingeschränkt. Zuhause ist er im unterstützten Wohnangebot des Wittekindshofes in Bünde. Dort hat er auch seine Verlobte Jennifer Röder kennengelernt. Jenny und Jojo sind seither unzertrennlich und teilen viele Interessen.

Musik baut Brücken

Ihre gemeinsame Leidenschaft gehört der Musik. Einmal wöchentlich sorgen sie in der Samba-Gruppe des Wittekindshofes mit Bongo-Trommeln für mitreißende Rhythmen. Zugleich bekommen sie durch die Musik die Selbstbestätigung, die sie stark für den Alltag und für den Umgang mit ihrer Behinderung macht.

Ein weiteres musikalisches Betätigungsfeld hat Jojo in einer außergewöhnlichen Musikband gefunden. Junge Menschen lernen dort, unter Anleitung eines Musikpädagogen gemeinsam zu musizieren. Jojo vertraut dabei ganz auf sein Gehör. Wie viele andere kann auch er keine Noten lesen. Melodien spielt er solange auf der Gitarre nach, bis sie fehlerfrei sind. Für Jojo bedeutet das Projekt viel: In der Band erlebt er sich in seiner Selbstwirksamkeit. Dort kann er durch Musik seinen Gefühlen Ausdruck verleihen. Dort ist er unverzichtbar.

Projekte wie die Musikband und die Samba-Gruppe können nicht durch öffentliche Mittel finanziert werden. Sowohl die Arbeit der Musikpädagogen und -lehrer als auch Instrumente und Räumlichkeiten müssen durch Spenden getragen werden. Jeder investierte Euro lohnt sich.

Die Behinderung tritt in den Hintergrund

Durch die Teilnahme an Musik-, Sport-, Kunst- oder Kulturprojekten können Menschen wie Jojo und Jenny ihre Begabungen und Fähigkeiten erproben und entwickeln. Sie erleben sich als gleichwertigen Teil der Gesellschaft. Die Behinderung tritt in den Hintergrund. Allerdings sind Vereinsmitgliedschaften, Trainingskleidung, Musikinstrumente und Unterricht für sie kaum erschwinglich. Es fehlen die finanziellen Mittel, um sich selbst kleine Wünsche zu erfüllen.

Ihre Spende hilft!

Mit Ihrer Hilfe können wir viel für Menschen wie Jenny und Jojo bewegen. Ihre Spende ist ein Beitrag dazu, dass sie gleichberechtigt und angemessen ausgestattet an kulturellen und sportlichen Angeboten und Ereignissen teilnehmen können. So können sie neue Erfahrungen sammeln und Gemeinschaft, Annahme und Bestätigung erfahren.

Freude spenden ist ganz einfach. Mit 36 Euro kann ein Monat Gitarren-Gruppen-Unterricht in einer Musikschule finanziert werden, mit 80 Euro eine Jahres-Mitgliedschaft in einem Fußball- oder Sportverein. 100 Euro sind notwendig, um mit guten Sportschuhen ins Rennen zu starten. Jede Spende hilft!