Eine Frau stellt Marmeladengläser in ein Regal im Lager der Manufructur
Eine Frau blick auf ein Glas Marmelade im Laden der Wittekindshofer Manufructur
Eine Frau lächelt in die Kamera
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Manufructur füllt die Regale

Der Duft von Knoblauch liegt in der Luft. "Wir stellen gerade unsere Tomatensauce her", verrät Ann-Christin Ediger. Denn am Montag, 29. Juni, öffnet die Wittekindshofer Manufructur wieder die Türen ihres Ladens auf dem Gründungsgelände in Volmerdingsen. Dafür werden in der Mosterei nun wieder Marmeladen, Chutneys und Saucen hergestellt sowie Essig- und Ölkreationen abgefüllt, um Lager- und Ladenregale zu füllen.

Beaufsichtigt wird die Produktion von Ann-Christin Ediger (26). Die studierte Ökotrophologin hat die neu geschaffene Stelle als Lebensmitteltechnikerin in der Betriebsstätte der Wittekindshofer Werkstätten für Menschen mit Behinderung angetreten. "Mit dieser Stellen wollen wir uns weiter professionalisieren und Innovationen unserer Produktpalette vorantreiben", sagt Diakon Christian Neumann, der als Bereichsleitung für die Manufructur verantwortlich ist.

Genauer Blick auf die Inhaltsstoffe

Inhaltsstoffe und Etikettierungen überprüfen, passende Gewichtsmengen und Mindesthaltbarkeitsdatum eintragen, sowie die richtige Lagerung der verschiedenen Lebensmittel sicherstellen  das gehört zu den Aufgaben eines Lebensmitteltechnikerns. "Im Ökotrophologie-Studium habe ich zudem naturwissenschaftliche, psychologische, soziologische und ökonomische Aspekte der Haushalts- und Ernährungswissenschaften studiert. Eine gute Basis für die tägliche Arbeit", sagt Ediger.

Die 26-Jährige trat im Mai ihre Stelle an  mitten in der Corona-Pandemie. In den vergangenen Wochen hatten Mitarbeitende aus der Manufructur in anderen Bereichen der Wittekindshofer Werkstätten ausgeholfen und etwa wichtige Aufträge übernommen, die normalerweise von Menschen mit Behinderung bearbeitet würden. "Das war notwendig, damit uns keine wichtigen Aufträge verloren gehen, und Menschen mit Behinderung weiterhin eine Teilhabe am Arbeitsleben ermöglicht werden kann", sagt Christian Neumann. Für Ediger war dies zwar ein ungewöhnlicher Start in den neuen Job, aber sie nahm die Herausforderung an und unterstützte in der Betriebstätte an der Sonnenbrede. 

Hohe Hygienestandards

Nun kehrt aber wieder Normalität ein, für die sieben Männer und Frauen ein, die die Wittekindshofer Angebote nutzen und in der Manufructur tätig sind, sowie die vier Mitarbeitenden. In den Räumen gilt eine Nasen-Mundschutz-Pflicht, die Wegeführung in der Produktion ist mit Markierungen gekennzeichnet, um den Mindestabstand einzuhalten und auch an den Arbeitsplätzen wird darauf geachtet. "Die Hygienevorschriften im Umgang mit Lebensmitteln sind aber generell sehr streng, so dass wir da von vornherein hohe Standards hatten", sagt Christian Neumann.

Im Verkaufsraum wurde zudem eine große Plexiglasscheibe vor der Ladentheke angebracht, um Mitarbeitende und Kunden vor Infektionen zu schützen. "Wir freuen uns sehr, dass es wieder losgeht und wir unsere Produkte verkaufen können. Jetzt beginnen wir auch mit unserem Apfelsaft-Abverkauf, ehe die Ernte für dieses Jahr beginnt", sagt der Diakon. Die Lebensmitteltechnikerin schmiedet indes Pläne für die Zukunft. "Ich habe schon Ideen für neue Produkte, gerade was die Fruchtaufstriche betrifft", verrät Ediger.

Die Manufructur an der Bäckereistraße 3 in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen ist von Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 15.30 Uhr geöffnet, am Freitag können in der Zeit von 8.30 bis 14.30 Uhr Waren eingekauft werden.