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Hilfe für traumatisierte Kinder und Jugendliche

Menschen mit geistiger Behinderung sind eine Hochrisikogruppe für Traumatisierungen. Sie erleben viel häufiger sexuelle Gewalt, Misshandlungen, Vernachlässigung oder Ablehnung und haben weniger Möglichkeiten zur Verarbeitung. Um traumatisierten Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung neue Perspektiven zu ermöglichen, hat der Wittekindshof in den letzten drei Jahren das Modelprojekt "ABAKUS - Mein Leben zählt!" durchgeführt.

"Das Projekt hat sich in den letzten drei Jahren zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. Es trägt dazu bei, den Leidensdruck für traumatisierte Kinder und Jugendlichen spürbar zu mindern", erklärt Professor Dr. Gunther Thielen als Vorstandsvorsitzender der Walter Blüchert Stiftung, die das Modellprojekt mit erheblichen Geldmitteln finanziell ermöglicht hat. Der ehemalige Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann SG und der Bertelsmann Stiftung war im Förderzeitraum mehrfach von Gütersloh nach Bad Oeynhausen gekommen, um sich persönlich von der Entwicklung des Fachkonzeptes und des spezialisierten Wohnangebotes für traumatisierte Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung zu überzeugen. "Die drei Förderjahre wurden erfolgreich genutzt dank der hoch professionellen Arbeit und des großartigen Einsatzes der Mitarbeitenden. Sie haben ein Konzept entwickelt und gezeigt, wie es sich realisieren lässt, um Kindern und Jugendlichen zu helfen", lobt Thielen.

Mit sicherem Ort dem Trauma die Macht nehmen

Leiter des Modellprojektes war der Wittekindshofer Diakon und Erzieher, Axel Menningen, der ausgebildeter Traumapädagoge und Traumafachberater ist. "Wir wollen durch einen sicheren äußeren Ort, den Kindern und Jugendlichen die Chance geben, dass sie innere Sicherheit erlangen können. Erst wenn sie Sicherheit, Verlässlichkeit und belastbare Beziehungen erleben, kann sich ihre permanente Alarmbereitschaft entspannen, die wir immer wieder in massiven Gewaltausbrüchen, Wut, Trauer, Vermeidungsstrategien oder depressiver Zurück-gezogenheit erleben", berichtet Menningen.

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung: "Dem Trauma die Macht nehmen".