Angehende Heilerziehungspfleger sitzen und stehen in ihrem Klassenraum um eine Bildschirm versammelt, auf dem das Deckblatt einer Präsentation zum Thema Künstliche Intelligenz gezeigt wird.
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HEP-Studierende gewinnen Preis

Angehende Heilerziehungspfleger und -pflegerinnen (HEP) des Evangelischen Berufskollegs Wittekindshof haben erfolgreich an einem Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) teilgenommen. Sie haben sich mit der hochaktuellen aber auch schwierigen Frage befasst, ob künstliche Intelligenz (KI) Menschen, die auf Unterstützung in der Pflege angewiesen sind oder in pflegerischen Berufen arbeiten, das Leben erleichtern kann.

Ein willkommenes und erfolgreiches Projekt

Den Vorschlag von ihrem Politiklehrer Dr. Frank Winter, sich am Schülerwettbewerb der Bundeszentrale zu beteiligen, hatten die HEP-Studierenden sofort begeistert angenommen. Das Ergebnis wurde mit dem Gewinn eines Geldpreises und der Auswahl aus 2500 Einreichungen belohnt.

Aus sechs möglichen Themenfeldern entschied sich die Klasse für das Thema "Künstliche Intelligenz - Übernehmen Computer die Macht?"."Wir hatten den Anspruch, dass ein Bezug zu unserer zukünftigen Arbeit hergestellt werden kann. Da kam nur KI in Frage", berichtet Bjarni Schiff. Eingereicht werden mussten eine Multimedia-Präsentation und eine Informationsbroschüre. Herausgekommen ist ein kurzweiliger Beitrag, der aufzeigt, was Künstliche Intelligenz ist, wo sie bereits zum Einsatz kommt, was Menschen mit geistiger Behinderung darunter verstehen und welche Chancen und Risiken ihr Einsatz birgt.

Die 20 HEP-Studierenden zeigen beispielsweise auf, dass Roboter menschliche Ausfälle ausgleichen, präzise arbeiten, sowie gefährliche und unliebsame Arbeiten übernehmen können. Nachteilig dagegen sind Probleme des Datenschutzes und Fehlfunktionen, die eventuelle Gefahr von Stellenstreichungen für Arbeitnehmer, die ständige Beobachtung durch eine Maschine aber auch die fehlende Flexibilität und Empathie, die insbesondere in der Arbeit mit Menschen erforderlich ist.

Ziehen eines Schlussresultats schwierig

Am Ende ein gemeinsames Fazit zu finden, war schwierig. Doch die angehenden Heilerziehungspfleger, die nach ihrer erfolgreichen Ausbildung Menschen mit Behinderung aller Altersgruppen im Alltag unterstützen, beraten und fördern werden, einigten sich nach einer mehrstündigen Diskussion: KI ist präzise, schnell, kontinuierlich und belastbar in der Pflege einsetzbar. Andererseits ist sie von Menschen abhängig und dadurch in diesen Aspekten begrenzt. Sie kann Empathie, Menschlichkeit und Emotionen nicht bieten. Wichtig ist und bleibt weiterhin die Beziehungsgestaltung.

Mehr lesen Sie in der Pressemitteilung "Künstliche Intelligenz in der Pflege".