Eine Gruppe von Männern und eine Frau stehen mit Hammer und Helm am Grundstein vor dem Rohbau an der Mont-Cenis-Straße.
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Grundsteinlegung in Herne

Im Zentrum von Herne baut der Wittekindshof ein spezialisiertes Wohnhaus für Menschen mit dem seltenen Prader-Willi-Syndrom. Gerade wurde die Grundsteinlegung in der Mont-Cenis-Straße gefeiert. Das zweigeschossige, komplett barrierefreie Haus des Wittekindshofes bietet zwölf Wohnplätze für Menschen mit Prader-Willi-Syndrom- aufgeteilt auf fünf Einzelappartements sowie eine Dreier- und Vierer-Wohngruppe mit Terrasse oder Balkon. Freizeit- und gemeinsame Sportangebote können in einem Mehrzweckraum oder im großen Garten stattfinden. Im Erdgeschoss ist ein Raum für Tagesstrukturierende Angebote geplant, an denen Menschen mit Behinderung teilnehmen können, die aufgrund ihres Alters oder ihrer Behinderung nicht oder noch nicht arbeiten.

Der Oberbürgermeister wohnte direkt um die Ecke

Das neue Wittekindshofer Wohnhaus entsteht genau dort, wo Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda in seiner Kindheit Fußball gespielt hat. Da konnte es sich das Stadtoberhaupt nicht nehmen lassen, persönlich zur Grundsteinlegung zu erscheinen und mit den traditionellen Hammerschlägen gute Wünsche für die Zukunft auszusprechen: "Ich freue mich, dass Sie bald Teil der Stadt sind. Willkommen im Quartier!", sagte Dudda.

Teil des Quartiers

Als Teil des Viertels, des sogenannten Sozialraums, möchte sich der Wittekindshof auch in Zukunft  verstehen."Wir wünschen uns Vernetzung, sodass ein lebendiges Gemeinwesen entsteht, in dem jeder das findet, was er benötigt", sagte Pfarrer Prof. Dr. Dierk Starnitzke, Vorstandssprecher der Diakonischen Stiftung Wittekindshof, in seiner Andacht. "Ein gelungenes Zusammenleben benötigt immer Motivation und eine Begründung. Diese ist das Gebot der Nächstenliebe. Nehmen Sie die zukünftigen Bewohner und Bewohnerinnen des Hauses in Ihre Mitte auf. Werden Sie zu ihren Nächsten und lassen sie Sie als Nächste ansprechen. Dann wird das Quartierleben gelingen", appellierte Starnitzke an zukünftige Mieter, Nachbarn, Anwesende und Kooperationspartner.

Goldmünze für den Grundstein

Gemeinsam mit Anke de Vries, Vorsitzende des Bewohnerbeirats, Matthias Jacobstroer, der als Geschäftsbereichsleiter der Wittekindshofer Angebote in Herne und Oberhausen, sowie dem Wittekindshofer Projektleiter Kim Laszczyk befüllte Starnitzke die kupferne Grundsteinrolle mit aktuellen Zeitungen, Bauplänen, der Grundsteinurkunde in Alltags- und in Leichter Sprache, Bildern von Menschen mit Behinderung sowie dem kleinen Goldschatz, der beim Spatenstich im vergangen Jahr gehoben wurde. "Die kleine Goldmünze darf natürlich nicht fehlen", sagte Jacobstroer und zückte sie schnell aus seiner Jackettasche, bevor Kim Laszczyk die Kupferrolle sicher verschloss. Diese wurde dann von Julia Acuyo Arrabal und Daniel Beisbart, zwei zukünftigen Mietern des neuen Wohnhauses, mit Mörtel für die Nachwelt im Grundstein gesichert.

Mehr dazu lesen Sie in der Pressemitteilung "In die Mitte aufnehmen"