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Grundsteinlegung für Wohnhaus in Ahaus

"Sie sind uns mit Sicherheit herzlich willkommen", hat Bürgermeisterin Karola Voß bei der Grundsteinlegung des neuen Wittekindshofer Wohnhauses für 24 Frauen und Männer mit Behinderung in Ahaus betont. Nach einer mehrjährigen Planungsphase waren Anfang März die ersten Baumaschinen auf dem ehemaligen Grundstück des Hallenbades angerückt. Zur Grundsteinlegung war der L-förmige Grundriss bereits gut erkennbar und der erste Teil der Bodenplatte gegossen.

Einzelzimmer in kleinen Wohn-Einheiten

Bis Sommer 2019 soll das zweigeschossige Gebäude bezugsfertig sein. Gebaut wird ortstypisch mit roten Klinker, braunen Holzfenstern und rotem Satteldach. Ein kleines Nebengebäude bietet zusätzliche Räume für Tagesstrukturierende Angebote. Die beiden Gebäude bilden einen geschützten Innenhof, der ebenso wie die Häuser barrierefrei gestaltet wird und damit auch Menschen mit Rollstühlen und Rollatoren viel Bewegungsfreiheit bieten wird. Für alle 24 Bewohnerinnen und Bewohner wird ein Einzelzimmer mit eigenem Bad gebaut. Auf jeder Etage entstehen zwei Wohneinheiten mit Wohn-Esszimmer, Küche und Terrasse oder Balkon, die jeweils sechs Personengemeinsam nutzen.

Angebot für Bürgerinnen und Bürger aus Ahaus und Umgebung

Diakon Jörg Frieske, der als Geschäftsbereichsleiter für die Wittekindshofer Wohnangebote in Ahaus verantwortlich ist, berichtete, dass die Mehrzahl der Bewohner aus den Wittekindshofer Wohnhäusern in Gronau in den Neubau umziehen wird: "Sie haben in Ahaus und Umgebung ihre Wurzeln, aber wir haben auch Zimmer für Bürgerinnen und Bürger reserviert, die jetzt beispielsweise noch bei ihren Eltern leben." Menschen mit hohem pflegerischem und heilpädagogischem Unterstützungsbedarf können ebenso in den Neubau einziehen, wie Frauen und Männer, die ihre Selbständigkeit weiter trainieren möchten, um später in eine eigen Wohnung umzuziehen.

Pfarrer Olaf Goos lobte die Standortwahl in Innenstadtnähe: "Das Haus entsteht hier mitten im Leben mit allen Möglichkeiten zur Teilhabe. Heute ist ein guter Tag für die Stadt und für die Kirchengemeinde. Wir wollen Möglichkeiten suchen, um voneinander zu lernen", erklärte der Pfarrer der evangelischen Christus-Kirchengemeinde.

Gäste mauern im Team-Work

Die Grundsteinrolle wurde traditionell befüllt mit Bauplänen, einer aktuellen Tageszeitung und vor allem guten Wünschen. Beim Einmauern der Grundsteinrolle haben sich Politik, Verwaltung, Kirche und Diakonie gut ergänzt. Zur Mauerkelle griffen neben der Bürgermeisterin und dem Gemeindepfarrer auch die Landtagsabgeordnete Heike Wermer, Vorstandssprecher Pfarrer Professor Dr. Dierk Starnitzke, Ressortleiter Reiner Breder sowie Sebastian Strootmann und Karsten Lammers als Vorsitzende der Bewohner- und Klientenvertretungen des Wittekindshofes im Kreis Borken.