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Film erklärt BTHG

Die sogenannte "Trennung der Leistungen" tritt zum Jahresanfang 2020 in Kraft. Sie ändert für Klientinnen und Klienten von stationären Wohnangeboten einige Abläufe, die gut vorbereitet sein wollen. Im neuen Erklärfilm werden die Änderungen, die dies bedingt, erklärt und an praktischen Beispielen deutlich gemacht.

Trennung der Leistungen

Einer der wichtigsten Meilensteine des BTHG wird derzeit im Wittekindshof vorbereitet. Es ist die Trennung der Leistungen. Die Leistungen, die bisher in einem Gesamtpaket vom Landschaftsverband direkt an den Wittekindshof bezahlt worden sind, werden zukünftig getrennt. Während die Fachleistungen weiterhin von den Landschaftsverbänden in NRW bezahlt werden, sind für die existenzsichernden Leistungen ab 2020 Menschen mit Behinderung und deren Vertreter selbst zuständig. Wer kein entsprechendes Einkommen oder Vermögen hat, erhält Unterstützung vom Sozialamt.

Bewohner wird zum Mieter

Menschen mit Behinderung müssen ab kommendem Jahr selbst für die Kosten der Unterkunft und des Lebensunterhaltes aufkommen. Dazu zählen die Miete und Nebenkosten sowie Kosten für Kleidung, Lebensmittel, Reinigung etc. Wer das nicht aus eigenem Vermögen oder Einkommen bezahlen kann, stellt einen Antrag auf Grundsicherung an das zuständige Sozialamt. Dafür wird es ein vereinfachtes Antragsformular geben, über das die Sozialämter informieren werden. Für die Abgabe des Antrages wird eine Mietbescheinigung des Wittekindshofes benötigt, die derzeit vorbereitet wird. Der Antrag sollte möglichst bis September 2019 gestellt werden. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden damit Mieter eines Wohnangebotes des Wittekindshofes und müssen selbst die Miete und Nebenkosten sowie die vereinbarten Versorgungsleistungen über ihr Konto an den Wittekindshof bezahlen.

Wittekindshof unterstützt

Die Jahresversammlungen der Angehörigenbeiräte in Gronau am vergangenen Wochenende und in Volmerdingsen am kommenden Wochenende werden intensiv für die Information zum Thema genutzt.Im Anschluss an die Versammlungen wird jeder Geschäftsbereich Wohnen in einem persönlichen Brief die wichtigsten Informationen zu den Änderungen mit einer gedruckten Informationsbroschüre und einer Checkliste versenden. Damit ist sichergestellt, dass jeder Klient und jede Klientin sowie Betreuende und Angehörige die Informationen erhält und auch seinen Ansprechpartner für Rückfragen kennt.