Das Hauswirtschafts-Team aus Bethanien bereitet im Sternensaal die Eisbecher zu
Frische Erdbeeren kommen in die Eisbecher
Eine Mitarbeitende verziert Eisbecher mit kleinen Waffelscheiben
Auf einem Tablett stehen Vanille-Erdbeer-Eisbecher
Eine Mitarbeitende trägt eine Mundschutzmaske mit der Aufschrift Ice-Team GB 5
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Eis sorgt für gute Laune

"Wir brauchen noch sechs Erdbeer-Eisbecher", schallt es durch den Sternensaal im Haus Bethanien. Rasch füllt Inge Vogt die Plastikbecher mit einer Handvoll Erdbeeren und setzt drei Kugeln Vanilleeis darauf. Vogt ist Teil des Hauswirtschaftsteams auf dem Wittekindshofer Gründungsgelände in Volmerdingsen, das an diesem Tag 220 Eisbecher an die Wohngruppen im Geschäftsbereich 5 verteilt.

Dies ist nur eine von vielen Aktionen, die im Geschäftsbereich seit Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland für Abwechslung sorgen: "Der Alltag der Menschen, die unsere Angebote nutzen, spielt sich seitdem fast ausschließlich in den Wohngruppen ab. Unser Ziel ist es, das Leben der Männer und Frauen, die wir unterstützen und die zum Teil auch immobil sind, unter dem Gebot des Infektionsschutzes, etwas bunter zu gestalten", sagt der zuständige Geschäftsbereichsleiter Diakon Jan Meyer und setzt hinzu: "Denn eigentlich sind wir ein sehr feierlustiger Geschäftsbereich!"

Grillen und Musik

Und so stellte sich Jan Meyer bereits selbst an den Grill, um für Menschen mit Behinderung und Wittekindshofer Mitarbeitende Bratwürste zu rösten. "Dass wir die Grillaktion zum Start ins Wochenende begonnen haben, war purer Zufall", sagt Meyer. Doch daraus entwickelte sich rasch ein Plan. "In der Woche darauf gab es kurze Outdoor-Konzerte vor den Wohneinrichtungen, denen die Bewohner von den Balkonen aus zuhören konnten. Menschen, die nicht mobil sind, konnten bei offenem Fenster lauschen." Die Stimmung sei sehr gut gewesen: "Viele haben direkt mitgesungen."

In der Woche darauf kam die Musik dann direkt in die Wohngruppen. "Mitarbeitende, die Blasmusik-Instrumente beherrschen, haben Choräle vorgetragen", sagt der Diakon. Und nun gibt es also Eis. "Die Idee dazu kam von den Mitarbeitenden selbst, die mit viel Eigeninitiative und Kreativität bei der Sache sind."

65 Kilo Eis

Mit Mundschutz und Schutzhandschuhen gehen Inge Vogt, Nicole König und Angela Roehrig vom Hauswirtschaftsteam ans Werk. Im Vorfeld konnten die einzelnen Wohngruppen Bestellungen abgeben und aus vier selbstkreierten Eisbechern wählen: Erdbeeren, Schokolade, rote Grütze oder ein bunt gemischter Eisbecher. 

65 Kilo Milcheis hat Angela Roehrig für diesen Tag eingeplant. "Dazu kommen 25 Kilo Erdbeeren", sagt sie und füllt währenddessen weitere Becher, damit die nächste Wohngruppe ihre Bestellung abholen kann. Denn nacheinander wird das Eis von Mitarbeitenden der Wohngruppen abgeholt und dann weiter verteilt. "Jeder bekommt ein Eis, aber niemand wird der Gefahr vor möglichen Infektionen ausgesetzt", sagt Geschäftsbereichsleiter Meyer.