Zwei Frauen zeigen einer jungen Frau im Rollstuhl einen Papageien, der spricht. Sie lachen alle fröhlich.
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Ein plapperndes Plüschtier vermittelt

Dieser Papagei kann mehr als die meisten Kuscheltiere: Das flauschige Federvieh, das bei einer Weiterbildung zum Fachberater/zur Fachberaterin für unterstützte Kommunikation in der Diakonischen Stiftung Wittekindshof vorgestellt wurde, ist mit Mikrophon und Lautsprecher ausgestattet. Die sorgen dafür, dass der Vogel laut nachplappert, was es hört. Der Papagei gehört damit zu den sogenannten "Laber-Tierchen"– das sind Kuscheltiere, die für eine verbesserte Kommunikation mit Menschen mit Behinderung eingesetzt werden.

Individuelle Unterstützung

Diese seien aufgrund ihrer Beeinträchtigung häufig auf individuelle Unterstützung in der Kommunikation, wie zum Beispiel Gebärden, Talker, das Zeigen auf Bilder oder Sprachcomputer, angewiesen, erklärte Annika Lange-Kniep, Leiterin des Wittekindshofer Büros für Leichte Sprache. Sie referierte im Rahmen der Weiterbildung über Diagnostik in der Unterstützten Kommunikation und wurde dabei von Kerstin Rüster von der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation sowie Dr. Susanne Mischo von der Universität Köln unterstützt. Um Kommunikation zu unterstützen, müsse aber zunächst analysiert werden, auf welche  Reize ein Mensch mit Behinderung reagiert. Und genau an diesem Punkt kommt der Papagei ins Spiel.

Er erleichtert nicht nur die Kontaktaufnahme, sondern zeigt grundsätzlich auf, wie unterschiedlich Menschen mit Behinderung kommunizieren. Welchen Effekt der Papageien-Einsatz in einem ersten Praxisbeispiel gehabt hat, und welche Instrumente heute sonst noch eingesetzt werden, um Kommunikation zu erleichtern, erfahren Sie in unserem Pressetext Papagei unterstützt die Kommunikation.