Ein Notizzettel mit der Aufschrift "Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus"
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Corona-Schutzmaßnahmen auch im Wittekindshof

Der Schutz von älteren Personen, Menschen mit Vorerkrankungen und geschwächtem Immunsystem hat auch in der Diakonischen Stiftung Wittekindshof höchste Priorität. Da das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus (Covid-19) erheblich gestiegen ist, haben der Bund, die Länder und zuständigen Behörden sowie Kirchen zahlreiche Maßnahmen veranlasst und Handlungsempfehlungen gegeben, die auch im Wittekindshof umgesetzt werden.

Besuche nur eingeschränkt, Schulen bleiben geschlossen

Ebenso wie in Altenheimen und Krankenhäusern werden Besuche in Wittekindshofer Wohnhäusern nur noch in dringenden Ausnahmefällen für einzelne Personen gestattet. Dies gilt auch für ehrenamtliche Begleitpersonen, Freizeit-, Sonder- und Blindenbetreuer. Zudem hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales per Anweisung veranlasst, dass alle Besuche in stationären Wohnhäusern schriftlich registriert werden müssen, davon ausgenommen sind festangestellte Mitarbeitende sowie Bewohner und Bewohnerinnen der Häuser. Die Förderschulen in Bad Oeynhausen und Gronau sowie die Diakonenschule und das Evangelische Berufskolleg in Bad Oeynhausen sind voraussichtlich bis Ende der Osterferien, 19. April, geschlossen. Das Sekretariat des Berufskollegs ist für dringende Fragen von 8 bis 10 Uhr unter (05734)61-2229 erreichbar.

KIZ bleiben geschlossen, TSA nur eingeschränkt, keine Fortbildungen

Zudem hat sich die Stiftung entschieden, auch die zehn Wittekindshofer Kontakt- und Informationszentren bis auf Weiteres nicht zu öffnen. Freizeiten und Freizeitangebote sowie Tagesstrukturierende Angebote entfallen. Interne und externe Fort- und Weiterbildungen sind gestrichen. Das Schwimmbad auf dem Gründungsgelände in Volmerdingsen und alle Sportstätten bleiben geschlossen. Stiftungsweit werden alle religiösen Veranstaltungen in den nächsten Wochen abgesagt. Beerdigungsfeiern finden vorerst als Ritus am Grab auf dem Friedhof statt, nicht mehr aus der stiftungseigenen Kirche heraus.

Veranstaltungen sind abgesagt

Sämtliche Veranstaltungen des Wittekindshofes bis Ende April sind abgesagt. Das betrifft auch alle Gottesdienste in der Osterzeit. Außerdem wurde schon jetzt das Mitarbeiterfest in Gronau am 10. Mai 2020 abgesagt. Und auch das Jahresfestival auf dem Gründungsgelände in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen, das traditionsgemäß am Sonntag nach Pfingsten stattfindet, fällt 2020 aus.

Teilschließung der Werkstätten

Für die Wittekindshofer Werkstätten sind Teilschließungen erfolgt, um insbesondere die Menschen zu schützen, die zur sogenannten Risikogruppe gehören, also Vorerkrankungen oder ein geschwächtes Immunsystem aufweisen.

Hygienevorschriften und Kontrolle der Gesundheitszustände

"Wir haben umfangreiche Verhaltensregeln zur Vermeidung einer Infektion mit dem Coronavirus aufgestellt und sowohl Mitarbeitende als auch Klienten darauf hingewiesen: Dazu gehören natürlich die persönliche Hygiene wie das häufige und intensive Händewaschen, das Niesen in die Ellenbeuge, die Vermeidung von Körperkontakt und etwa das Bedienen von Türklinken mit dem Ellenbogen. Für Menschen mit Behinderung haben wir in Zusammenarbeit mit unserem Büro für Leichte Sprache Aushänge erstellt, die in Leichter Sprache mit Symbolen darauf hinweisen", erklärt Elke Ruthenkolk, die als Ressortleiterin für die Bereiche Gesundheit, Arbeit und Bildung verantwortlich ist. "Mitarbeitende kontrollieren morgens den Gesundheitszustand der Frauen und Männer, die sie unterstützen. Im Falle von Erkältungssymptomen wie Husten und Fieber bleiben diese im Wohnumfeld. Mitarbeitende mit Erkältungssymptomen, unabhängig vom Coronavirus sind angehalten, nicht zum Dienst zu erscheinen und einen Hausarzt aufzusuchen."

Krisenstab tagt

Dienstreisen werden auf das absolut notwendige Minimum beschränkt. Auf nicht notwendige Sitzungen und Veranstaltungen wird in der gesamten Stiftung verzichtet. Der Krisenstab wurde gemäß dem betrieblichen Gefahren- und Abwehrplan der Stiftung einberufen. Dazu gehören die beiden Vorstände, die Ressortleitungen, der Leitende Arzt Dr. Christian Kappe und die Ärztin Anke Richter-Scheer, die neben ihrer Hausarztpraxis für den Wittekindshof als Internistin und Expertin für die Behandlung von Menschen mit Behinderung zur Verfügung steht, erste Vorsitzende des Hausärzteverbands Westfalen-Lippe ist und dem Krisenstab des Kreises Minden-Lübbecke angehört, außerdem weitere Experten und Leitungen.

Gesundheit aller steht an oberster Stelle

"Der Schutz der Gesundheit der Menschen, die wir unterstützen, und unserer Mitarbeitenden steht an oberster Stelle. Wir sind uns bewusst, dass die weitreichenden Maßnahmen, wie Schließungen vieler Angebote, ein großer Eingriff in den Alltag vieler ist. Aber nur so ist es möglich, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und das Gesundheitssystem nicht zu überlasten", betont Vorstandssprecher Prof. Dr. Dierk Starnitzke. "Der Krisenstab wird nun kontinuierlich tagen, um unsere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus stetig auf dem aktuellen Stand zu halten. Wir danken unseren Mitarbeitenden, die sich in solch herausfordernden Zeiten sehr flexibel zeigen, um die optimale Unterstützung der uns anvertrauten Menschen zu gewährleisten."