Blick von oben auf Haus Bethanien und Marienheim in Bad Oeynhausen-Volmerdigsen.
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Corona-Lockerung ermöglicht mehr Besuche

"Zu einem glücklichen Leben gehören für alle Menschen soziale Kontakte", betont Diakon Andreas Mülke. Er ist als stellvertretender Geschäftsbereichsleiter für Wohnangebote in Bad Oeynhausen mitverantwortlich. Umso wichtiger sei es, dass nun Besucher wieder möglich seien. 

Und so kann Erika Scherrer ihrem Bruder Ludwig wieder  begegnen. Gemeinsam sitzen sie im Garten des Hauses Simon auf dem Wittekindshofer Gründungsgelände in Volmerdingsen. "Es war schon traurig, ihn während des geltenden Betretungsverbots nicht sehen zu können", sagt die Gütersloherin. Dafür genießen sie die gemeinsame Zeit umso mehr. 

Besondere Vorsicht wahren

Die Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen sah ein Besuchs- und Betretungsverbot für Einrichtungen der Eingliederungshilfe vor. "Nach den ersten Lockerungen waren zumindest Besuche im Freien möglich", berichtet Diakon Andreas Mülke. "In den Wohnhäusern unseres Geschäftsbereichs leben viele erwachsene Menschen mit schwerer Mehrfachbehinderung und spezialisiertem Pflegebedarf teils mit Atemunterstützung oder Beatmungspflicht. Sie gehören natürlich zur Risikogruppe. Hier galt es, besondere Vorsicht zu wahren. Gemeinsam mit den zuständigen Behörden haben wir Konzepte entwickelt, die Besuche zumindest im Freien oder später auch wieder auf dem Zimmer ermöglichen", berichtet Mülke.

Telefonate statt Besuche

Erika Scherrer und ihr Bruder Lutz haben das Besuchsverbot mit vielen Telefonaten überbrückt. Lutz Eickhoff fand diese Zeit trotzdem "nicht gut". Für das Ehepaar Scherrer waren die Einschränkungen zwar emotional belastend, aber absolut nachvollziehbar. "Natürlich haben wir das akzeptiert. Die Frauen und Männer, die hier wohnen, müssen besonders vor einer Ansteckung mit dem Virus geschützt werden", sagt Erika Scherrer.

Dieses Verständnis hätten die meisten Angehörigen gezeigt, ergänzt Mülke und führt aus, dass zusätzlich zu normalen Telefonaten auch Videoanrufe ermöglicht wurden. Nun, wo Lutz Eickhoff wieder Besuch von seiner Schwester und seinem Schwager empfangen kann, sei es wieder besser. "Ein bisschen Abwechslung", sagt Eickhoff. 

Mehr lesen Sie in der Pressemitteilung "Ein bisschen Abwechslung".