Ein Mann ist über ein Plastikarmband gebeugt, in das er eine Kanüle einbaut.
Eine Pipette wird in das Armband eingeführt.
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Chancen in der Krise

Dass die Corona-Pandemie auch Chancen für Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) bringen kann, zeigt die Kooperation zwischen den Wittekindshofer Werkstätten in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen und dem jungen Start-Up Cleanbrace, das Desinfektionsarmbänder entwickelt hat.

Das junge Unternehmen setzt sich gleich doppelt ein: Zum einen hat es ein Produkt entwickelt, dass in der Corona-Krise - aber auch darüber hinaus - hilfreich ist. Zum anderen lässt es die Bänder in einer Werkstatt für behinderte Menschen montieren und verpacken und setzt auf soziales Engagement. So entstehen anspruchsvolle und abwechslungsreiche Arbeitsplätze für Frauen und Männer mit Behinderung.

"Wir freuen uns, dass wir an diesem Produkt mitarbeiten können. Zu sehen, dass am Ende ein fertiges Produkt entsteht, das insbesondere in der Corona-Krise zudem stark nachgefragt ist, erfüllt viele Beschäftigte mit Stolz", berichtet die zuständige Wittekindshofer Bereichsleiterin Kristin Kölling.

Fingerspitzengefühl gefragt

Seit einigen Monaten werden in der Wittekindshofer Werkstatt an der Sonnenbrede in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen die Verpackungskartons gefaltet und mit dem Inhalt entsprechenden farbigen Markierungen beklebt. Die so genannten Refiller  kleine Plastikfläschchen, mit denen der Desinfektionstank des Armbandes aufgefüllt wird  mit Aufklebern versehen, Pipetten in die Tanks eingelegt, Löcher für die Pipetten in die Armbänder gestanzt und zuletzt alle Einzelteile verpackt. Präzision und Feinmotorik sind dabei gefragt.

Diese beweist etwa Metin Bullut, der an diesem Auftrag mitarbeitet: Er legt die Pipetten in die Tanks. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn er muss genau das im Cleanbrace-Armband gestanzte Loch treffen, durch das das Desinfektionsmittel später auf die Hände der Kunden gelangt.