Zwei Männer sitzen in einem geöffneten Iglu-Zelt.
Ein Mann beobachtet, wie eine Frau ihren Bogen spannt.
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Bogenschützen trainieren in Hüllhorst

"Schön geschossen", ruft Dietmar Struck im "Tal der Gesetzlosen" Marina Wilming zu. Die Bogenschützin steht am Rand eines Forellenteichs und duckt sich unter tief hängenden Ästen eines Baumes. So hat sie auch kurz zuvor ihren Pfeil quer über den Teich in eine Dachsfigur geschossen. Die Bogenschützen der Diakonischen Stiftung Wittekindshof haben sich in Hüllhorst in einem zweitägigen Bogensport-Trainingslager auf kommende Wettbewerbe vorbereitet.

"Das kann ich nicht gut", zweifelte Marina Wilming noch vor ihrem Schuss. Doch ihre Unsicherheit war unbegründet, der Schuss saß. Außerdem weiß sie: "Über einen verschossenen Pfeil ärgert man sich nicht." Diese Lektion lernen alle Schützen der inklusiven Bogensportmannschaft "Archers' Diversity" des Wittekindshofes, die Dietmar Struck leitet. In dessen Geschäftsbereich leben Männer und Frauen mit einer geistigen Behinderung, die gleichzeitig häufig psychische Erkrankungen haben und deswegen durch stark herausforderndes Verhalten auffallen.

Dietmar Struck hatte für das Bogen-Camp den Bielefelder Trainer Michael Wortmann eingeladen, der zwei Tage lang mit den Sportlern trainiert hat. "Ich war überrascht vom Können der Schützen", sagt er. "Sie trainieren erst seit zwei Jahren in der Wittekindshofer Turnhalle, konnten aber schon ihren eigenen Stil entwickeln. Ich habe mit einer Anfängergruppe gerechnet, musste mich dann aber auf Fortgeschrittene einstellen."

Mehr lesen Sie in der Pressemitteilung "Über einen verschossenen Pfeil ärgert man sich nicht".