Eine junge Frau mit rotem T-Shirt hält ein Tablett mit Kuchenstücken.
Ein junger Mann hält einen blauen Plastikkorb und füllt dessen Inhalt in einen anderen Behälter.
Eine junge Frau und ein junger Mann halten Urkunden.
Ein Mann steht vor dem Berufsbildungswerk und hält eine Urkunge in der Hand.
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Azubis des Berufsbildungswerks überzeugen

Robin Berheide, Kesibana Chlebowicz und nicht zuletzt das Berufsbildungswerk des Wittekindshofes selbst: Sie alle wurden für ihre überdurchschnittlichen Leistungen ausgezeichnet. Robin Berheide ist sogar als einer der zwei Besten Auszubildenden seines Faches in Nordrhein-Westfalen von Ministerpräsident Armin Laschet für seine sehr gute Abschlussprüfung geehrt worden.

Ausbildung mit der Note "Sehr gut" bestanden

Die Ausbildung als Lagerfachhelfer (eine theoriereduzierte Ausbildung des Bereichs Lager und Logistik) hat Robin Berheide (22) aus Bielefeld-Mitte in diesem Sommer erfolgreich abgeschlossen. So erfolgreich, dass die Industrie- und Handelskammer ihn zur Landesbestenehrung 2018 in Köln einlud. Heiko Netzer, Meister für Lagerlogistik und Ausbilder im Berufsbildungswerk (BBW), ist der Stolz über die Leistung seines Schülers deutlich anzumerken: "Robin hat seine Ausbildung mit der Note ,Sehr gut' abgeschlossen und hat zu diesem Schuljahr die Vollausbildung als Fachlagerist begonnen." Zur Landesbestenehrung hat Netzer seinen Auszubildenden begleitet.

Im Wettbewerb mit theoretischem Wissen gepunktet

Kesibana Chlebowicz pendelt seit drei Jahren aus dem lippischen Kalletal zu ihrer Ausbildungsstätte im Berufsbildungswerk. Hier werden ihr die praktischen Inhalte der Hauswirtschaftsausbildung vermittelt. Am Anna-Siemsen-Berufskolleg in Herford erhält sie die Theorieausbildung. Im Landesleistungswettbewerb hat sie im Oktober den dritten Platz belegt. Ausgerichtet wurde der Wettbewerb vom Landesverband hauswirtschaftlicher Berufe NRW. "Der Impuls, am Wettbewerb teilzunehmen, kam aus der Schule", erklärt Chlebowicz. "Diejenigen, die in der Zwischenprüfung gute Noten hatten, wurden gefragt, ob sie mitmachen möchten."

Obwohl sie vor dem Wettbewerb, der wie auch die schulischen Prüfungen einen Theorie- und einen Praxisteil beinhaltete, sehr aufgeregt war, ist sie rückblickend stolz auf ihre Teilnahme und Leistung: "Es lief alles gut und ich konnte meine Erfahrungen aus der Ausbildung gut nutzen." So habe sie aus einer Anzahl vorgegebener Lebensmittel ein mehrgängiges Menü für einen privaten Haushalt, der Pflegeleistungen in Anspruch nimmt, kochen müssen. "Ich habe Kürbis-Kartoffeleintopf mit Fleischbällchen und Brötchen aus einem Quark-Öl-Teil als Hauptspeise und Apfelschnee mit Joghurt und Sahne als Dessert gekocht", berichtet die Auszubildende. Dabei wusste sie genau, worauf sie achten muss: "Ich habe die Speisen nicht stark gesalzen, denn wir haben in der Schule gelernt, dass Senioren wegen des Bluthochdrucks besser weniger Salz essen."

Annette Haake, die seit acht Jahren als Ausbilderin für Hauswirtschaftslehre im BBW unterrichtet, ist von den Leistungen ihrer Schülerin schon vor dem Wettbewerb überzeugt gewesen: "Ich habe ihre Teilnahme am Wettbewerb sehr unterstützt und mitgefiebert." Zur Vorbereitung auf den Wettbewerb wurde Chlebowitz von der Arbeit freigestellt und konnte intensiv für den Wettbewerb üben – auch mit der Unterstützung ihrer Ausbilderin. Als Überraschung war die Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft selbst zur Feierstunde nach Bocholt gereist und konnte Kesibana Chlebowicz als eine der Ersten persönlich zu ihrer Leistung gratulieren.

Berufsbildungswerk für sehr gute Ausbildungsleistungen geehrt

Die Erfolge seiner Schülerinnen und Schüler überzeugen auch Diakon Ulrich Hagemeier, Geschäftsbereichsleiter der Wittekindshofer Werkstätten. Er leitet des Berufsbildungswerk des Wittekindshofes und kann sich über eine weitere Auszeichnung seiner Bildungsstätte freuen. Für die herausragenden Ausbildungsleistungen seiner Mitarbeiter wurde das BBW ebenfalls von der IHK Ostwestfalen-Lippe geehrt. "Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung", fasst Hagemeier zusammen. "Gleichzeitig ist das natürlich auch ein Ansporn für das kommende Schuljahr." Er betont das große Engagement seiner Mitarbeiter nicht nur in der Ausbildung der Schüler, sondern auch in der Weiterentwicklung ihrer Fachbereiche - etwa in Kommissionen und Ausschüssen. Für die berufliche wie auch persönliche Entwicklung der Auszubildenden sei aber vor allem auch eins wichtig: die gute Beziehung zu ihren Ausbildern. "Die Ausbildung funktioniert nur auf einer vertrauensvollen Grundlage", erklärt er.

Das Berufsbildungswerk bietet Ausbildungen - teilweise theoriereduziert, sogenannte "Fachpraktiker" - für junge Erwachsene mit einer Lernbehinderung. Zudem ergänzen arbeitsbegleitende Sport- und Wohnangebote die Lehre. "Unsere Schülerinnen und Schüler sollen während ihrer Ausbildung bei uns die Fähigkeit entwickeln, ihr Leben selbstständig zu gestalten", sagt Ulrich Hagemeier. Robin Berheide und Kesibana Chlebowicz haben mit ihren sehr guten Leistungen dafür den richtigen Grundstein gelegt.

Eine Übersicht über die Ausbildungsgänge und weitere Informationen können Sie der Internetseite des Berufsbildungswerkes entnehmen.