Blick in das Marta Forum, bei der Eröffnung der Ausstellung Grenzen und Gewalt mit rund 100 Besucher*innen.
Drei Männer unterhalten sich über die Ausstellung Grenzen und Gewalt und zeigen die Eiswaffel ohne Grenmzen, die im Hintergrund als überdimensionales Fotos zu sehen ist.
Ein Mann sitzt an einem Tisch und liestt selbstgecheriebene Teste von blauen Karten.
Künstlerische Lesung mit Hartmut Büter bei der Ausstellungseröffnung.
Männer und Frauen, die beim Designprojekt mitgearbeitet haben, stehen mit Dankeschöngeschenken auf der Bühne im Marta Herford.
Ehepaar Herse präsentiert ihr Gefängnis für Donald Trump im Museum Marta Herford.
Ein Mann erklärt das Bild "Gefängnis für Donald Trump".
Eine Donald Trumpo Maske und ein Bild von Donald Trump in einem Käfig ais Kannichendraht.
Ein Mann kniet neben dem Foto, auf dem er selbst mit seinem Kunstwerk zu sehen ist.
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Ausstellung Grenzen und Gewalt

„Donald Trump provoziert andere Länder. Das ist Gewalt. Das ist nicht gut für die Welt“, hat Andrea Herse bei der Eröffnung der Ausstellung „Als wären wir zum Spaß hier - Grenzen und Gewalt“ im Forum des Marta Herford erklärt und ihr Ehemann Max ergänzte: „Der Mann gehört in den Knast. Wir haben ein Gefängnis für Donald Trump gebaut“  Das Ehepaar gehörte zu den 50 Frauen und Männern mit Behinderung, psychischer Beeinträchtigung oder Hafterfahrung, die am zweijährigen Kunstprojekt „Als wären wir zum Spaß hier - Grenzen und Gewalt“ teilgenommen haben, das die Diakonische Stiftung Wittekindshof, die Justizvollzugsanstalt (JVA) Herford und das Marta Herford mit Förderung der Aktion Mensch angeboten haben. Unter der Leitung der beiden international bekannten Künstler Matthias Megyeri aus Stuttgart und Ingrid Hora aus Berlin haben vier Workshops stattgefunden. Entstanden sind Ideen, Skizzen und Objekte, die Grenzen aufzeigen, aber auch Mut machen, Schutzräume zu schaffen.

Ungewöhnliche Kooperation und gute Zusammenarbeit

Marta-Direktor Roland Nachtigäller lobte das Projekt als herausragende Kooperation, die an die Ausstellung „Brutal schön – Gewalt und Gegenwartsdesign“ anknüpft, die 2016 im Marta Herford zu sehen war. Der Leiter der Justizvollzugsanstalt (JVA) Herford, Friedrich Waldmann, wies darauf hin, dass beim Blick in das Strafregister der Inhaftierten nicht nur auffalle, dass über sechzig Prozent Gewalterfahrungen haben, sondern dass viele junge Männer auch selbst Opfer von Gewalt seien. Er war beeindruckt, wie offen die Teilnehmer miteinander umgegangenen seien und sich gegenseitig unterstützt hätten.

Der Wittekindshofer Vorstandssprecher Pfarrer Professor Dr. Dierk Starnitzke erinnerte daran, dass der Name des Projektes, den Titel der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Wittekindshofer Geschichte aufgreife, die aufgezeigt habe, in welchem Umfang Menschen Gewalt erleben mussten.

Mehr lesen Sie in der Pressemitteilung: "Als wären wir zum Spaß hier - Grenze und Gewalt" im Marta Herford

Der Film zum Kunstprojekt ist zu sehen im Forum-Marta und bei Youtube.

Öffnungszeiten Ausstellung Grenzen und Gewalt im Forum Marta:

  • Mittwoch, 12. Dezember 2018, bis Mittwoch, 16. Januar 2019, von 11 bis 18 Uhr
  • Dienstag, 1. Januar 2019, von 13 bis 18 Uhr
  • Mittwoch, 2. Januar 2019, von 11 bis 21 Uhr

Die Ausstellung ist geschlossen:

  • Montags einschließlich Heilig Abend und Silvester
  • 25. Dezember 2018
  • 3. bis 6. Januar und 15. Januar 2019.

Der Eintritt ist frei.