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Aufbau PWS-Angebote in Vietnam

Um in Vietnam und Südostasien Hilfe beim Aufbau von spezialisierten Angeboten für Menschen mit dem seltenen Prader-Willi-Syndrom (PWS) zu leisten, war der Wittekindshofer Psychologe Dr. Norbert Hödebeck-Stuntebeck kürzlich in Hanoi. Er war dort Teil eines Expertenteams, das in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung Angehörige und Kollegen geschult hat.

Basiswissen vermitteln und Angebot ausbauen

Dr. Norbert Hödebeck-Stuntebeck, der die spezialisierten PWS-Angebote des Wittekindshofs in Bad Oeynhausen, Lübbecke, Herne, und Oberhausen aufgebaut hat und stetig weiterentwickelt, ist Mitglied der Internationalen Prader-Willi-Syndrom-Organisation (IPWSO), die diese Konferenz organisiert und finanziert hat. "Ziel der zweitägigen Konferenz war es, Eltern und Kollegen Basiswissen zu physischen, kognitiven und emotionalen Besonderheiten des Prader-Willi-Syndroms zu vermitteln. Mitarbeitende sollen sich nach und nach mehr Wissen aneignen. So sollen mehr Menschen den Weg in die Anlaufstelle in Hanoi finden und dort erste Beratungen erhalten", sagt der Wittekindshofer PWS-Experte.

Kaum Unterstützung für Menschen mit PWS

Das Prader-Willi-Syndrom ist in Asien noch sehr unbekannt und die Situation für Betroffene schlecht. In Vietnam gibt es keine Schulen, die mit den Förderschulen in Deutschland vergleichbar sind. Kinder und Jugendliche können eine Art Tagespflege besuchen, wenn sich die Eltern diese leisten können. Ansonsten bleiben sie zuhause. Eltern sind überfordert mit dem Behinderungsbild und wissen sich häufig nicht zu helfen. Das wirkt sich negativ auf die Lebenserwartung der Menschen mit PWS aus", so Hödebeck-Stuntebeck.

Weitere Konferenzen geplant

Der Zuspruch zu der Konferenz in Hanoi war groß. 80 Fachleute und 36 Eltern waren gekommen und hatten viele Fragen.
Auch der Vorsitzende der PWS-Vereinigung Malaysia war einen Tag gekommen, um die Gelegenheit zu nutzen und mögliche Konferenzen in Malaysia anzusprechen. "Grundsätzlich ist der Plan, so denn die Bereitschaft vor Ort besteht, die Unterstützung durch die IPWSO auszubauen und weitere Konferenzen und Schulungen anzubieten", stellt Hödebeck-Stuntebeck in Aussicht.

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