Zwei jungen Männer stehen vor dem neuen Appartementhaus am Nordring in Bünde.
Eine junge Frau gießt in ihrer neuen Küche das Kochwasser von Klößen ab.
  • Meldung

Am Nordring kehrt Alltag ein

Der Einzug in das neue Wohnhaus für Menschen mit Behinderung am Nordring in Bünde gestaltete sich in Zeiten der Corona-Krise als eine kleine Herausforderung. Doch nun sind alle zwölf Mieter und Mieterinnen eingezogen und Alltag kehrt ein.

Eine von ihnen ist Mandy Gartz. Sie hat ihr Appartement bereits gemütlich eingerichtet. Auch die Küche ist komplett und in Benutzung. Heute stehen Frikadellen und Klöße auf dem Speiseplan. "Ich finde es gut, meine eigene Wohnung zu haben", sagt Gartz.

Letzte Kisten auspacken

Das sehen James Tank und Stefan Vogel genauso. Sie wohnen eine Etage über Mandy Gartz. Vogel fehlen allerdings noch einige Möbel, die bestellt sind. "Aber die kommen bald", stellt Diakon Christian Lohkamp, zuständige Bereichsleitung für das Wittekindshofer Wohnangebot am Nordring, in Aussicht. "Das wird auch Zeit", meint Vogel. "Dann kann ich richtig auspacken."

Zwölf junge Menschen im Alter von 22 bis 35 Jahren sind in Neubau eingezogen. Sie leben alle selbstständig in der eigenen Wohnung, erhalten aber in den Lebensbereichen noch stundenweise Unterstützung, wo sie es benötigen."Gemeinsam bauen wir Alltagsfähigkeiten auf und immer weiter aus. Ziel ist es, einen Übergang zu schaffen vom engmaschig begleiteten in ein selbstständiges Leben", betont Lohkamp.

Möbelkauf im Internet

Lohkamp ist froh, dass nun alle ihre Appartements bezogen haben und letzte Arbeiten abgeschlossen sind. "Dieser Umzug hat uns vor einige Herausforderungen gestellt. Eigentlich stand die Planung. Doch wegen Corona mussten wir teilweise improvisieren. Wir hatten zusätzlich zum Wittekindshofer Hausmeisterservice ein externes Umzugsunternehmen engagiert. Bis kurz vorm Umzugstermin stand noch nicht fest, ob die Helfer überhaupt kommen dürfen", berichtet Lohkamp.

Etwas kompliziert sei es auch mit dem Möbelkauf gewesen: "Es war zunächst Lockdown und alle Möbelhäuser geschlossen. Waschmaschinen, Kleiderschränke und Betten haben wir teilweise online bestellen müssen. Doch Wohnbereiche aus unserem Geschäftsbereich haben uns ausgeholfen und uns Möbel geliehen, die sie zu dem Zeitpunkt nicht benötigt haben. Das hat uns sehr geholfen", berichtet der Bereichsleiter.

Mehr lesen Sie in der Pressemitteilung "Einzug mit Hindernissen".