Ein Mann spielt in der Kirche Gitarre, der Pfarrer schaut zu und grinst.
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So rockig war Weihnachten in Minden

"Tannenzweigenduft und ein Hauch von Heimlichkeiten, liegt jetzt in der Luft. Und das Herz wird weit, macht euch bereit, bis Weihnachten, bis Weihnachten ist's nicht mehr weit", singt Dennis Jochim mit kräftiger Stimme. Ein Ruck geht durch die Kirchbänke. Solch harte Töne hatten viele Besucher der Petrikirche in Minden nicht erwartet. Doch wenige Sekunden später wippen die Füße im Takt, es wird geklatscht und mitgesungen. Zuvor hatte der Sänger der Wittekindshofer Band "Popstars" mit Vikar Bergermann sowie Magret Heidemann, die ebenso wie Jochim Angebote des Wittekindshofes in Minden nutzt, die dicken roten Kerzen auf dem Adventskranz in der Kirche angezündet. Es ist der erste weihnachtliche Gottesdienst der Petrigemeinde und der Diakonischen Stiftung Wittekindshof, gestaltet von Menschen mit und ohne Behinderung. Und dabei dürfen rockigere Töne nicht fehlen. Und nach diesem Start war klar: Das wird eine Premiere mit Wiederholungsbedarf.

Kontrastprogramm zum rockigen Sound

Zum rockigen Sound wird aber auch ein Kontrastprogramm geboten. Traditionelle Lieder wie "Ihr Kinderlein kommet", Stille Nacht, Heilige Nacht" und "Stern über Bethlehem" werden von Organist Simon Rethemeier begleitet. Höhepunkt ist wohl der Song "Hast du schon gehört" bei dem sich alle Anwesenden an die Hände nehmen, um anschließend den Segen zu empfangen und eingestimmt auf Weihnachten "O du fröhliche" erklingen zu lassen. 

Ein eigener Weihnachtsgottesdienst in Minden

Die Idee zu diesem Gottesdienst kam einem Arbeitskreis von Mindener Mitarbeitenden und Klienten des Wittekindshofes auf. "In Bad Oeynhausen und anderen Regionen, in denen der Wittekindshof aktiv ist, gibt es die traditionellen Bescherungsgottesdienste kurz vor Weihnachten. Wir wollten etwas Eigenes in Minden auf die Beine stellen", erklärt Geschäftsbereichsleiterin Jaana-Ann Schwennen, die unter anderem zuständig ist für Angebote in Minden. Besonders toll sei es, dass nach dem Gottesdienst gemeinsam gegessen wurde. Dazu hatte das Presbyterium und Gemeindemitglieder eingeladen.

Mehr lesen Sie in unserer Pressemitteilung "Premiere mit Wiederholungsbedarf".