Geburtstagsparty mit zwei Lamas

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"Das ist viel cooler, als schwimmen zu gehen", stellt Mia begeistert fest. Sie war beim Kindergeburtstag ihrer Freundin Lisa mit den Wittekindshofer Lamas dabei. Mutter Olga Gutsch hatte das Treffen mit den Lamas gewonnen und den Preis an ihre Tochter zum Geburtstag abgetreten.

"Das ist viel cooler, als schwimmen zu gehen. Die Lamas sind voll toll", stellt Mia begeistert fest und streichelt Lama Horst vorsichtig am Hals, so wie es zuvor gezeigt wurde. Mia ist Gast auf der Geburtstagsfeier ihrer Freundin Lisa Gutsch. Sie ist eines von neun Mädchen aus Lemgo und Umgebung, die den zehnten Geburtstag von Lisa bei Horst und Knut in Volmerdingsen feiern.

Mutter tritt Gewinn an Tochter ab

Mutter Olga Gutsch hatte den Besuch bei den Lamas der Tiergestützten Pädagogik gewonnen. 10 Jahre sind die Vierbeiner für den Wittekindshof im Einsatz. Das wurde gefeiert, unter anderem gab es einen Luftballon-Wettbewerb. Der Ballon von Olga Gutsch flog am weitesten. Nach Absprache mit Sabine Neumann von der Tiergestützten Pädagogik trat sie den Preis an ihre Tochter Lisa zum Geburtstag ab. So statteten neun heitere Mädchen und die Eltern Dimitri und Olga Gutsch dem Wittekindshof einen Besuch ab.

Lama-Fieber bei Kindern geweckt

Bevor die Kinder Horst und Knut kennenlernten, gab eine kleine Einweisung von Sabine Neumann und ihrem Team. Was essen die Tiere? Wo leben sie? Darf man sie reiten? Wo fasst man sie an? Was sagen die Ohren der Lamas über ihren Gemütszustand aus? Wichtige Dinge, die besprochen werden mussten, bevor die Tiere in den Raum kommen. Die Aufregung bei den Kindern war groß. Nach anfänglichem Zögern war das Lama-Fieber bei den Mädchen geweckt. "Die sind ganz brav. Ich finde die total niedlich", sagte Lisa Gutsch. Sabine Neumann und ihr Team achteten darauf, dass der Trubel nicht zu viel für die Lamas wurde. Sie kennen die Tiere sehr gut, arbeiten seit längerer Zeit mit ihnen, gehen auf Kindergeburtstage, fahren in Seniorenheime und auf Feste.

Tiergestützte Pädagogik

Die Tiergestützte Pädagogik zielt darauf ab, das Selbstwertgefühl sowie das Selbstbewusstsein der Menschen mit Behinderung zu stärken. Durch die Arbeit mit den Tieren erfahren sie Freude, Anerkennung sowie Nähe. Besonders bei Menschen, die Schwierigkeiten haben, Beziehungen aufzubauen, dienen die Tiere als Vermittler. Zudem gibt es etliche Aufgaben rund um die Lamas, die auch Menschen mit Behinderung  gerne übernehmen, da sie ihnen sinnvolle Beschäftigung bieten. Sie sind bei den Besuchen auf Festen dabei, pflegen und versorgen die Tiere.

"Das war ein super Geburtstag"

Nachdem jedes Kind eines der Lamas über den Flur nach draußen führen, es füttern und streicheln durfte, ging es gemeinsam auf die Weide. Dort lernten die Kinder das Umfeld und die Vorlieben der Tiere kennen. Anschließend wurde es noch einmal spannend. Sabine Neumann und ihre Kollegen hatten viel über die Lamas erzählt. Wie groß sie sind, wie alt sie werden können, wie sie heißen, was sie futtern und vieles mehr. Beim Test musste die Gruppe das Erlernte nun abrufen. Mit einem kleinen Tipp lief es fehlerfrei und alle Teilnehmer bestanden den "Lama-Führerschein". Für die Kinder gab es Medaillen und kleine Präsente. "Das war ein super Geburtstag", resümierte Lisa Gutsch und ihre Freundinnen stimmten ihr begeistert zu.