"Für mich eine große Sicherheit" Fachtag "Selbstbestimmt bis zum Lebensende"

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Ekaterina Nilogow ist erst 33. Trotzdem hat sie sich bereits mit dem Thema Sterben auseinandergesetzt. Und ihre Wünsche festgehalten. "Für mich ist das eine große Sicherheit", sagt die junge Frau, die auf dem Wittekindshofer Gründungsgelände in Volmerdingsen lebt und dort unterstützt wird.

Dafür hat sich Eketarina Nilogow an Dorothea Schulz gewandt. Die Heilpädagogin ist Teil des Wittekindshofer Beratungsteams für gesundheitliche Versorgungsplanung. Das Team steht Menschen zur Seite, die die Wohnangebote der Diakonischen Stiftung in Volmerdingsen nutzen. Es besteht neben Psychologen und Psychologinnen aus gelernten Krankenpflegekräften sowie Heilerziehungspflegenden, die alle eine entsprechende Weiterbildung absolviert haben.

"Für Menschen mit geistiger Behinderung ist das Thema Tod häufig sehr abstrakt. Deshalb nutzen wir verschiedene Materialen, etwa in Leichter Sprache, um uns dem Thema zu nähern. In den Gesprächen hören wir häufig den Satz: 'Ich möchte keine Schmerzen haben'", sagt Dorothea Schulz. Umso wichtiger sei es, die Wünsche von Klientinnen und Klienten zu dokumentieren.

Inklusiver Fachtag

Um mit Interessenten ins Gespräch zu kommen, bietet das Team nun zusätzlich einen inklusiven Fachtag "Selbstbestimmt bis ans Lebensende" in einfacher Sprache an. "Der Fachtag ist kostenlos und richtet sich an Menschen mit und ohne Behinderung", betont Dorothea Schulz. Zu Gast werden Pfarrer Peter Handrich, Claudia Liebau und Sascha Jansen von den Rotenburger Werken sein. Sie halten einen Vortrag unter anderem über Gesundheit und Krankheit, Patientenverfügungen sowie hilfreiche Angebote. Im Anschluss sind Gesprächsgruppen geplant. 

Der Termin ist am 20. Oktober im Gemeindehaus Volmerdingsen, welches barrierefrei ist. Interessenten können sich bis zum 30. September telefonisch unter 05734/61-30 51 oder per E-Mail an gvp(at)wittekindshof.de anmelden.