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Die Diakonische Stiftung Wittekindshof ist vom Deutschen Kuratorium für Therapeutisches Reiten (DKTHR) für die Bereiche "Heilpädagogische Förderung" und "Pferdesport für Menschen mit Behinderung" anerkannt.
Einmal in der Woche können unter Anleitung von Fachkräften rund 110 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die im Wittekindshof in Bad Oeynhausen, Löhne, Enger, Herford, Lübbecke oder Espelkamp leben sowie zehn externe Teilnehmerinnen und Teilnehmer, an einem Angebot rund um das Pferd in der privaten Reitanlage Lohoff in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen teilnehmen. Im Mittelpunkt steht die individuelle Förderung. Die speziell ausgebildeten Therapiepferde sind wichtige Partner. Bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern steht der Kontakt mit dem Tier ebenso im Mittelpunkt, wie die vielen Bewegungsmöglichkeiten mit und auf dem Pferd.
Das Therapeutische Reiten wird grundsätzlich an den individuellen Fähigkeiten, Möglichkeiten und Bedürfnissen des einzelnen Teilnehmers ausgerichtet. Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die auf einen Rollstuhl angewiesen und in ihrer Bewegung stark eingeschränkt sind, kommen ebenso zum Therapeutischen Reiten, wie Menschen mit hohem Bewegungsbedürfnis.
Bei den Angeboten rund um das Pferd erleben Menschen mit Behinderung in vielen Bereichen, dass sie mit ihren eigenen Aktivitäten Einfluss auf ihre Umwelt nehmen können. Das Erleben von Selbstwirksamkeit ist für viele behinderte Menschen keine Selbstverständlichkeit. Sie trägt zu einem positiven Selbstbild bei.
Die erste verfütterte Möhre oder ein Stück Zucker, das ein Pferd aus der flachen Hand eines Rollstuhlfahrers frisst, der lange keinen Mut hatte, sich dem großem Tier zu nähern, sind Glücksmomente, die mit Stolz erlebt werden. Das stärkt das Selbstbewusstsein, ebenso wie bei anderen der erste Galopp oder ein gelungenes Kunststück auf dem Pferderücken.
Auch Menschen, denen soziale Kontakte schwer fallen, können im Umgang mit Pferden körperliche Nähe erleben und neue Erfahrungen sammeln, die ihnen helfen, sich auf menschliche Beziehungen einzulassen.
Die Sozialkompetenz wird zusätzlich dadurch gefördert, dass das Therapeutische Reiten in Kleingruppen stattfindet. Aufgaben müssen untereinander aufgeteilt und gemeinsame Ziele erarbeitet werden. Sich zu einigen, wer zuerst reiten oder das Pferd in den Stall führen darf, ist nicht immer einfach.
Das Therapeutische Reiten fängt für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Stall an. Sie putzen zusammen mit den beiden Reitpädagogen ihr Pferd, kratzen die Hufe aus, legen den Voltigiergurt, Sattel und Zaumzeug an, füttern und versorgen das Pferd nach der Reitstunde. Die Teilnehmer lernen Grundlagen der Pferdepflege und übernehmen mit entsprechender Begleitung Verantwortung für das Tier.
Das Therapeutische Reiten Wittekindshof ist generationsübergreifend und integrativ. Die Teilnehmer im Alter von drei bis über 70 Jahren müssen die Regeln der privaten Reitanlage respektieren und treffen Freizeitreiterinnen und -reiter in den Ställen und auf dem Hof. Der Wittekindshof hat in der Reitanlage Lohoff, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Wittekindshof Vorwerk befindet, Boxen für die Therapiepferde und feste Zeiten in der Reithalle gemietet.
Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für das Therapeutisches Reiten nicht. Deswegen ist das Angebot rund um das Pferd auf Spenden angewiesen.
Spendenkonto:
Konto: 12 22 00
Volksbank Bad Oeynhausen-Herford eG
BLZ: 494 900 70
Stichwort: Reiten
Diakonische Stiftung Wittekindshof
Therapeutisches Reiten
Sylvia Niemeier
Michael Rahmöller
Caren Langemeyer
Zum Vorwerk 52
32459 Bad Oeynhausen
Tel.: (0173) 5 29 76 43