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„Alles, was Musik ist, verlangt sie.
Alles, was Musik verlangt,
kann sie bewirken."
(Unbekannter Verfasser)
Musiktherapie wird als wissenschaftlich fundierte therapeutische Behandlungsform in vielen Bereichen des Gesundheitswesens und der Behindertenhilfe angeboten. Im Wittekindshof ist die Musiktherapie organisatorisch dem Fachdienst zugeordnet. Sie wird nach Absprache mit den Mitarbeitenden aus dem pädagogisch-psychologischen und medizinisch-therapeutischen Bereich von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Anspruch genommen.
Die Musiktherapie ist ein psychotherapienahes Verfahren, in dem Menschen über den therapeutischen Kontakt entwicklungsfördernde Erfahrungen machen können. Der gezielte Einsatz von Musik im Rahmen einer therapeutischen Beziehung dient der Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung seelischer, körperlicher und geistiger Gesundheit.
Für das Angebot Musiktherapie sollte eine Indikation vorliegen, aus der sich Therapie- bzw. Entwicklungsziele formulieren lassen Ein Therapiebedarf kann zum einen bestehen, wenn neben einer Intelligenzminderung psychische Störungen (z.B. Angststörungen, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen) und/oder Entwicklungsstörungen (z.B. frühkindlicher Autismus, Kommunikationsstörungen) vorhanden sind.
Zum anderen stellt die Musiktherapie ein wichtiges Angebot für schwerst mehrfach behinderte Menschen jeden Alters dar, die aufgrund ihrer Behinderung einen besonderen Förder- und Unterstützungsbedarf haben. Durch die individuellen Kombinationen von körperlicher und geistiger Behinderung besteht hier fast immer eine große Diskrepanz zwischen Lebensalter, Lebenserfahrung und Entwicklungsniveau.
Aktive Musiktherapie
Im Mittelpunkt steht die aktive Musiktherapie, in der der Klient entweder selbst Instrumente auswählt und auf diesen musiziert oder aber sich mit seiner Stimme oder Atmung äußert. Die Musiktherapeutin begleitet und unterstützt sein Spiel musikalisch bzw. greift seine stimmlichen Äußerungen/seinen individuellen Atemrhythmus auf und beantwortet diese stimmlich. So entsteht ein musikalischer Kontakt und Dialog, in denen sich der Klient wahrgenommen, akzeptiert und verstanden- „gehört" fühlen kann. In diesem geschützten Rahmen ist es möglich, Gefühle hörbar zu machen, Verhaltensspielräume spielerisch zu erproben und zu erweitern, die Selbst- und Fremdwahrnehmung zu verbessern und Selbstwirksamkeit zu erleben.
Rezeptive Musiktherapie
In der rezeptiven Musiktherapie spielt oder singt die Musiktherapeutin für den Klienten. Dies können sowohl bekannte, als auch eigens für den Klienten spontan erdachte Lieder, Melodien und Musik sein. Die Auswahl der Musik wird individuell auf den Klienten, seine Bedürfnisse und auf die Situation abgestimmt.
In der Musiktherapie hat - je nach Lebens- und Entwicklungsalter des Klienten - die Zusammenarbeit mit den Eltern, Angehörigen, Sorgeberechtigten und den Mitarbeitenden der Wohngruppen einen wichtigen Stellenwert und große Bedeutung für einen erfolgreichen Therapieverlauf.
Musiktherapie wird nicht von den Krankenkassen bezahlt und kann deswegen nicht auf Rezept verordnet werden. Im Wittekindshof wird sie im Rahmen des Stationär Unterstützten Wohnens vor allem Menschen angeboten, die durch andere Therapieformen nicht oder kaum ansprechbar sind. Zur Finanzierung von Rhythmus- und Musikinstrumenten sowie für den Unterhalt der Räume ist der Wittekindshof auf Spenden angewiesen.
Spendenkonto: 12 22 00
Stadtsparkasse Bad Oeynhausen
BLZ: 490 512 85
Stichwort: Musiktherapie
Diakonische Stiftung Wittekindshof
Musiktherapie
Katharina Vorderbrügge
Dr.-Klevinghaus-Str. 17
32549 Bad Oeynhausen
Tel.: (0 57 34) 61-22 55