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Durch kleine Wohngruppen, die spezielle Ausstattung und das Außengelände, das viel Bewegungsfreiheit bietet, eignet sich der Wohnbereich Vorwerk besonders für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf im psychosozialen Bereich aufgrund von autistischen Störungen und anderen psychischen Erkrankungen und Behinderungen. Über die Räumlichkeiten der einzelnen Wohngruppen hinaus stehen weitere Gemeinschaftsräume (rollstuhlgerechte Küche, Snoezelenraum, reizarme Förder-, Arbeits-, Beschäftigungs-, Bewegungs- und Kreativräume) sowie Terrassen zur Verfügung. Das "Café Kuhbar" hat freitags von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet.
In allen drei Häusern wird die Qualität der Betreuung und Assistenz durch ein multiprofessionelles Team (z.B. Erzieher, Gesundheits- und Krankenpfleger, Heilerziehungspfleger) sowie die Unterstützung und Begleitung durch den psychologischen Fachdienst gewährleistet. Die hausärztliche Versorgung erfolgt in der Regel durch den integrierten medizinischen Dienst des Wittekindshofes. Die Arbeit im Wohnbereich Vorwerk steht unter dem Motto: "Hand in Hand in Bewegung, damit Lebensfreude wachsen kann."
Das älteste und mehrfach umgebaute Wohnhaus am Vorwerk bietet in den beiden oberen Etagen Wohnmöglichkeiten für 20 Frauen und Männer mit geistigen und mehrfachen Behinderungen. In der unteren Etage befinden sich Büroräume der Wohnbereichsleitung und des zuständigen Psychologen.
Das dreigeschossige Wohnhaus wurde 2009 vollständig saniert und renoviert. In fünf Gruppen wohnen 58 Frauen und Männer mit geistigen und mehrfachen Behinderungen. Durch den Umbau sind Wohngruppen mit viel Tageslicht, freundlichen Farbgestaltung und barrierefreier Ausstattung einschließlich moderner Sanitärbereiche entstanden. Aufgrund der vorhandenen Baussubstanz sind viele Bewohnerzimmer deutlich größer als gesetzlich vorgeschrieben und bieten zusätzliche Bewegungs- und Gestaltungsmöglichkeiten.
Die Wohngruppen in den beiden Obergeschossen sind mit großen überdachten Balkonen, das Erdgeschoss mit Terrasse und einem gesicherten Gartenbereichen ausgestattet, so dass alle Bewohner jederzeit an die frische Luft gehen oder mit dem Rollstuhl fahren können. In zwei Wohngruppen wurde ein elektronisches Sicherungssystem installiert, das orientierungslosen Personen Schutz und individuell größtmögliche Bewegungsfreiheit ermöglicht.
Das Haus bietet gute Rahmenbedingungen, um den langsamen Übergang aus dem Heilpädagogischen Intensivbereich in eine Regelwohngruppe zu gestalten.
Durch den Umbau sind attraktive Räume für Tagesstrukturierende Angebote entstanden.
Die Räume werden in den Abendstunden und am Wochenende von Bewohnerinnen und Bewohnern aus dem gesamten Wohnbereich genutzt.
Der Neubau wurden nach modernen Standards der Behindertenhilfe mit 24 Einzelzimmern für Frauen und Männer mit geistigen und mehrfachen Behinderungen gebaut. Die vier Wohngruppen sind klein und übersichtlich und eignen sich für Menschen, die in größeren Wohngruppen überfordert sind.
Menschen, die aufgrund der Art und Schwere ihrer Behinderungen oder weil sie bereits das Rentenalter erreicht haben, nicht in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) arbeiten, können an Tagesstrukturierenden Angeboten teilnehmen. Ein abwechslungsreicher Alltag entsteht durch:
Die individuelle Auswahl der Tagesstrukturierenden Angebote erfolgt aufgrund persönlicher Interessen und Vorlieben möglichst unter Einbeziehung der Klienten. Vor allem für Rentner bieten sich Gruppenangebote an, um Beziehungen, die aus dem Arbeitsleben und der Werkstatt vorhanden sind, fortzusetzen, oder neue Kontakte zu knüpfen.
Je nach Bedarf sind aber auch Einzelbetreuungen oder Angebot nach dem TEACCH-Ansatz möglich. Auf diese speziellen Unterstützungs- und Betreuungsangebote sind insbesondere Klienten aus dem Heilpädagogischen Intensivbereich angewiesen, die schnell überfordert sein können, weil sie vielfältige Reize aus der Umwelt oder soziale Kontakte nicht angemessen verarbeiten können.
In unmittelbarer Nachbarschaft der Wohnhäuser befindet sich die Betriebsstätte Vorwerk der Wittekindshofer Werkstätten. Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnbereiches Vorwerk können so auf kurzem Weg zu Fuß oder im Rollstuhl zur Arbeit kommen. Andere Beschäftigte wohnen auf dem Wittekindshofer Gründungsgelände, in verschiedenen Bad Oeynhausener Stadtteilen oder in Löhne und kommen mit dem Bus zur Arbeit. Die Betriebsstätte Vorwerk bietet rund 90 Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten insbesondere für Menschen mit hohem Unterstützungs- oder sozialem Integrationsbedarf:
Berufsbegleitend können die Beschäftigten an Begleitenden Angeboten teilnehmen, z.B.
Diakonische Stiftung Wittekindshof
Geschäftsbereichsleitung Wohnen VIII
Kreis Minden-Lübbecke
Diakon André Weber
Zum Vorwerk 52
32549 Bad Oeynhausen
Tel.: (0 57 34) 61-19 10
Diakonische Stiftung Wittekindshof
Wittekindshofer Werkstätten - Betriebsstätte Vorwerk
Ingo Horvath
Richteweg 13
32549 Bad Oeynhausen
Tel.: (0 57 34) 61-21 90