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Oberhalb des KIZ Café SoLero stehen in dem Mehrfamilienhaus fünf Wohnungen für 12 relativ selbständige Frauen und Männer mit Behinderung zur Verfügung.
In der größeren Wohnung stehen neben einem Dienstzimmer und einem größeren Wohnzimmer vier Einzelzimmer zur Verfügung. Die übrigen Wohnungen haben neben einer Wohn-Essküche jeweils zwei Einzelzimmer und eignen sich damit für 2er-Wohngemeinschaften und Paarwohnen.
Die Wohnungen bieten langfristige Wohnmöglichkieten, könenn aber auch zum Training der weiteren Verselständigung nur für wenige Monate oder Jahre genutzt werden, vor dem Umzug in die eigene Wohnung. Um fließende Übergänge in das Ambulant Unterstützte Wohnen (= Ambulant Betreute Wohnen) zu ermöglichen, hat der Wittekindshof weitere Wohnungen in der näheren Umgebung gemietet. Sie bieten mit entsprechender Unterstützung ein weiteres gutes Erprobungsfeld.
Die Bewohnerinnen und Bewohner im Mehrfamilienhaus in der Bielefelder Straße müssen so selbständig sein, dass sie sich auch phasenweise ohne direkte Unterstützung zurechtfinden. Das Mitarbeiterteam unterstützt gezielt in den Bereichen, wo jemand (noch) nicht auf eigenen Füßen stehen kann. Aufräumen und Putzen der eigenen Wohnung, Wäschepflege, Einkaufen einschließlich Einteilung des Verpflegungsgeldes müssen regelmäßig erledigt werden. Hinzu kommt Kochen zumindest an den Tagen, an denen sie nicht in der Werkstatt arbeiten, wo sie ansonsten in der Kantine essen. Darüber hinaus geben die Mitarbeitenden Anregungen zur Freizeitgestaltung oder organisieren zusammen mit den Bewohnern gemeinsame Aktivitäten oder unterstützen sie beim Besuch von Kursen und Gruppen der örtlichen Vereine, der Volkshochschule oder der Angebote des KIZ Café SoLero.
Großen Stellenwert nehmen im Betreuungsalltag Gespräche ein, in denen der konkrete Unterstützungsbedarf vereinbart und die Erfahrungen der vergangenen Tage reflektiert werden. Thematisiert wird der kleine Ärger mit Mitbewohnern oder Arbeitskollegen ebenso wie Fragen der allgemeinen Haushalts- und gesunden Lebensführung, des Umgangs mit Erkrankungen oder Fragen zum Aufbau von Freundschaften und zur Gestaltung und Pflege von Beziehungen. Für Notfälle ist ein Bereitschaftsdienst telefonisch jederzeit Tag und Nacht erreichbar.
Soweit sie das Rentenalter noch nicht erreicht haben, arbeiten die Bewohnerinnen und Bewohner in den Wittekindshofer Werkstätten in der Betriebsstätte Ulenburg in Löhne oder in der Betriebsstätte Dornenbreite in Bad Oeynhausen oder in den Füllenbruch-Betrieben der Lebenshilfe in Herford.