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Umgezogen in das WZG ist auch ein Großteil die Schülerfirma der Johannesschule, durch die Schülerinnen und Schüler verschiedene Aspekte des Berufslebens direkt kennen und wichtige Grund- und Schlüsselqualifikationen erlernen können.
Ein Arbeitsbereich ist die Wäschepflege. „Wir kümmern uns um die ganze Wäsche der Johannesschule. Die muss gewaschen, getrocknet und gebügelt werden", erklärt Marcel Herzog und Sebastian Winkler ergänzt sofort: „Und wenn etwas kaputt ist, reparieren wir es." Die Arbeit zwischen Waschmaschine, Trockner, Wäscheleine und Bügeleisen gefällt den beiden jungen Männern. Am allerliebsten sitzen sie jedoch an der Nähmaschine.
Zusammen mit ihrer Fachlehrerin Andrea Sprakel haben sie einen genauen Plan erarbeitet, wie sie alle Arbeiten rund um die Wäschepflege organisieren. Bestellscheine für frische Geschirrtücher, Spüllappen und Lätzchen wurden erstellt, die regelmäßig am Montag zusammen mit der Schmutzwäsche abgeholt werden. Bis Dienstagmittag muss jeder Handgriff sitzen, denn der Bulli kommt pünktlich um 14.50 Uhr, mit dem die Wäsche ausgeliefert werden muss. „Das ist Termindruck wie im Berufsleben, aber die Schüler sind so motiviert und können mit Waschmaschine, Trockner und Bügeleisen sehr gut umgehen, so das meistens keine Hektik aufkommt", berichtet Andrea Sprakel stolz: „Es klappt sogar so gut, dass wir noch kleine Kundenaufträge annehmen können. Vielleicht braucht ja noch jemand in Gronau Unterstützung beim Waschen, Bügeln oder Nähen."
Über den Wäscheservice hinaus, betreibt die Schülerfirma der Johannesschule auch den Schulkiosk, hat eine Reparaturgruppe, die viel Erfahrung mit defekten Schubladen oder Stühlen hat, einen Innendienst, der in der Johannesschule dafür sorgt, dass nirgends Seife und Papierhandtücher fehlen, und einen Hauswirtschaftsdienst mit Kochstudio, die Gemüse und Früchte der Saison einkochen und ihre Produkte später verkaufen oder bei Schulfeten für leckere Verpflegung sorgen.
Für die Schülerfirma arbeiten die Schülerinnen und Schüler der Berufspraxisstufe an zwei Praxistagen in der Woche. Auch erste Grundlagen der Betriebswirtschaft lernen sie kennen. Sie stellen ihre Arbeitsleistung in Rechnung und erhalten Geld, das sie gemeinsam für Ausflüge oder Klassenfahrten ausgeben können. In diesem Schuljahr hat die Schülerfirma die mehrtägige Fahrt der Berufspraxisstufe in die evangelische Jugendbildungsstätte Nordwalde unterstützt, so dass alle Schülerinnen und Schüler an dem Seminar zur Berufsfindung und Berufsorientierung sowie zur Selbsteinschätzung teilnhemen konnten.